Die Uhr der fließenden Zeit - die Wasseruhr

 Im Inneren des Europa-Centers hat der Franzose Bernard Gitton ein Kunstwerk geschaffen, um das herum die Besucher diskutieren, staunen oder hilflos davorstehen: Wer aber genau hinsieht erkennt, das es eine Uhr ist, die „Uhr der fließenden Zeit“, die beweist, dass man Zeit sehen kann. 

13 Meter hoch ist die Uhr, die über insgesamt drei Stockwerke hochragt. Die Beschreibung dieses Kunstwerkes ist nicht einfach, weshalb hier die offizielle verwendet wird:
„Mit Hilfe des Flüssigkeitsstands in zwölf großen und 30 abgeflachten kleinen Glaskugeln bekommt die Zeit ein Gesicht. Die kleinen Kugeln zeigen die Minuten an. Jede der kleinen Kugeln füllt sich in zwei Minuten, so dass die 30 Kugeln insgesamt einer vollen Stunde entsprechen. Die schon vergangenen Stunden sind anhand der Anzahl der bereits gefüllten großen Kugeln ersichtlich. Sind beispielsweise 10 große und 15 kleine Kugeln gefüllt, ist es 10.30 Uhr oder 22.30 Uhr, je nachdem ob es sich um eine Zählung vor oder nach Mittag handelt.

Sind 60 Minuten verstrichen, also 30 der kleinen flachen Glaskugeln gefüllt, fließt ihr Inhalt in die betreffende große Kugel, zur Anzeige der vollen Stunde ab und der Zyklus der kleinen Kugeln beginnt erneut. Um 1.00 Uhr und um 13.00 Uhr leert sich folglich das gesamte System bis auf die Stundenanzeige von 1.00 Uhr bzw. 13.00 Uhr, und der Zyklus des gesamten Systems und der großen Kugeln beginnt erneut. Die Bewegung der neongrünen Flüssigkeit innerhalb der Uhr wird durch ein violettes Pendel gesteuert, das durch den Wasserabfluss in der oberen Schale angetrieben wird.“

Ein echter Hingucker, der dem Europa-Center schon beim Betreten die Besucher in Staunen und Spannung versetzt.

Fotos: Werbegemeinschaft Europa-Center