Vom Brandenburger Tor zum Alexanderplatz

Der Prachtboulevard „Unter den Linden“ - (Teil 1)

Vorbemerkung
Unsere Straßenbeschreibungen sollen dazu dienen, dass sich Berlin Besucher einen ersten Eindruck dieser tollen Stadt verschaffen können. Die einzelnen Sehenswürdigkeiten werden in den verschiedenen Rubriken genau beschrieben.


 

Das Brandenburger Tor und der Pariser Platz bieten den Touristen nicht nur Historisches und Modernes, sondern auch Unterhaltung verschiedenster Art, die mit der Geschichte des Brandenburger Tors nichts zu tun haben. Ob eine als Indianer verkleidete Musikgruppe oder eine Rapper Gruppe, die Touristen erfreuen sich daran. Die als Soldaten der Alliierten verkleideten Männer lassen sich für einen Obolus auch gerne fotografieren, und dazwischen zwei Berliner „Bären“ die etwas Lokalkolorit bringen sollen.

Pferdekutschen und Brezeln
Die Pferdekutschen sind sehr umstritten – Tierschützer protestieren unentwegt, man sollte darauf verzichten. Bayern und Schwaben seien vor den extrem teuren Brezeln gewarnt, Berliner können viel, aber Brezeln backen können sie überhaupt nicht.

 

Rummelplatz vor dem Adlon
Es hat schon etwas von einem Rummelplatz, der umgeben ist von solch bedeutenden Gebäuden wie der amerikanischen und französischen Botschaft oder dem Hotel Adlon, vor dem schon bei noch frischem Frühlingswetter die Plätze im Außenbereich schnell besetzt sind.

Unter den Linden – die linke Straßenseite
Um den Pracht-Boulevard „Unter den Linden“ zu begehen ist es empfehlenswert, entweder auf der linken Seite hinunter und auf der rechten Seite wieder zurück zu gehen, denn sonst muss man ständig die Straße überqueren.
Wir schlagen vor, auf der linken Seite zu beginnen und am Alexanderplatz umzukehren und auf der rechten Seite wieder in Richtung Brandenburger Tor zu gehen. Man kann diese Strecke auch an zwei Tagen in die eine oder andere Richtung gehen.

Madame Tussauds
Erstes Highlight sind die Wachsfiguren von Madame Tussauds „Unter den Linden 74“, geöffnet täglich ab 10 Uhr.

 

 

 

 

 

 

 

 

Forum Willy Brandt
Unter den Linden 62-68 befindet sich das „Forum Willy Brandt“, es soll voraussichtlich im Mai 2012 eine ständige Ausstellung der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung bekommen. Politisch interessierte Besucher können sich bis dahin am Gebäude selbst über wechselnde Ausstellungen informieren.

 Café Einstein
In diesem weltberühmten Kaffeehaus Unter den Linden 42 kann man eine kleine Pause machen und mit Sicherheit den einen oder anderen Promi treffen. Vor allem Politiker gehen in diesem Café ein und aus. Und der Kaffee ist einer der besten Berlins. Und immer wieder frühstückt im Café Einstein der ARD-Journalist Werner Sonne mit prominenten Politikern für das ARD-Morgenmagazin.

 

 

 

 

 

 

 

ZDF-Hauptstadtstudio
Ein Stück weiter, im „Zollernhof“, Unter den Linden 36-38, befindet sich das ZDF-Hauptstadtstudio. Viel kann man hier tagsüber nicht sehen, aber es besteht die Möglichkeit bei einem Berlin-Besuch live beim Morgenmagazin im ZDF-Moma-Café dabei zu sein (siehe http://www.treffpunkt-berlin.eu/berlin-news/zdf-morgenmagazin-live-im-neuen-moma-cafe-erleben-282.php).

Humboldt-Universität
Nicht zu verfehlen ist die Humboldt-Universität, sie ist die älteste und zweitgrößte der Berliner Hochschulen, denn davor sieht es aus wie auf einem Flohmarkt, aber es werden nur Bücher verkauft. Die Bibliothek der Universität ist mit rund 6,5 Millionen Büchern und etwa 9000 laufenden Zeitschriften eine der größten Universitätsbibliotheken Deutschlands. 
 

Links und rechts des Eingangs stehen die Denkmäler der Humboldt-Brüder.
Wilhelm von Humboldt hatte von Beginn an auch die Architektur im Blick, und auf seine Empfehlung hin wurde Friedrich Schinkel im Jahre 1810 zum Baumeister ernannt.



Maxim-Gorki-Theater
Das Maxim-Gorki-Theater nahe Unter den Linden gleich hinter der Neuen Wache gelegen, wurde 1825 bis 1827 nach Entwürfen Karl Friedrich Schinkels als Konzertsaal für die Singakademie zu Berlin errichtet.

 

Neue Wache
Die Neue Wache, Unter den Linden 4, wurde von 1816 bis 1818 von Karl Friedrich Schinkel erbaut. 1931 wurde die Neue Wache zum Reichsehrenmal umgebaut, 1960 wurde sie zum Mahnmal für die Opfer des Faschismus, 1993 zur Zentralen Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland mit der trauernden Mutterfigur von Käthe Kollwitz im rekonstruierten ansonsten leeren Innenraum.

 

Deutsches Historisches Museum
Das Ende des Boulevards Unter den Linden ist das Deutsche Historische Museum mit der Hausnummer 2, wo immer ein großer Besucherandrang herrscht.

Das Deutsche Historische Museum ist ein Museum für deutsche Geschichte und versteht sich als Ort der „Aufklärung und Verständigung über die gemeinsame Geschichte von Deutschen und Europäern“.

In der Dauerausstellung berichten mehr als 8000 historische Exponate von Menschen, Ereignissen, Ideen und Abläufen vom letzten Jahrhundert vor Christus bis in die Gegenwart. Daneben gibt es regelmäßig mehrere Monate dauernde Sonderausstellungen. 

Kunstmarkt an der Spree
Alle Informationen über den Kunstmarkt, Samstag und Sonntag, finden Sie auf http://www.treffpunkt-berlin.eu/die-schoensten-maerkte/berliner-kunstmarkt.php .

Am Eingang zum Kunstmarkt befindet sich ein Imbiss mit günstigen Preisen, mit wunderbarem Blick auf die Spree.

 

 

 

Schiffsrundfahrt
Direkt hinter dem Imbiss befindet sich die Schiffsanlegestelle „Zeughaus“. Hier kann man mit müden Beinen Erholung in bequemen Sitzen Berlin vom Wasser aus entdecken.

Lustgarten
Weitgehend auf Grundlage von Karl Friedrich Schinkels Vorstellungen wurde der Lustgarten von 1826 bis 1829 durch Peter Joseph Lenné neu gestaltet, umgeben von Spree, in einigen Jahren vom Stadtschloss, Dom und Altem Museum. Die rechteckige Platzfläche wurde begrünt und in sechs Rasenfelder eingeteilt. Am Schnittpunkt der vier südlichen Rasenfelder erhebt sich eine 13 Meter hohe Fontäne. Ein wunderbarer Platz zum Ausruhen.


 

 

Berliner Dom
 Der Berliner Dom, die größte Kirche Berlins, versteht sich als ein zentraler Ort der evangelischen Kirche in Deutschland. Weit über die Grenzen der Kirchengemeinde und der Stadt hinaus zieht er Jahr für Jahr viele Tausend Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland an. Der Dom verfügt über einen Behindertenaufzug. Dieser befindet sich links vom Hauptportal und ist mit einem Schild gekennzeichnet.

Mit der Erhebung der St.-Erasmus-Kapelle im neu erbauten kurfürstlichen Schloss zu Cölln an der Spree zum Kollegiatsstift begann 1465 die Geschichte des auf der Spreeinsel gelegenen Doms.

In den Jahren 1747 bis 1750 ließ Friedrich der Große nördlich des Stadtschlosses von Johann Boumann d. Ä. einen barocken Neubau errichten. Der alte baufällige Dom abgerissen. Anlässlich der Kirchenunion zwischen Lutheranern und Reformierten in Preußen wurde der Dom innen und außen erneuert. Der klassizistische Umbau durch Karl Friedrich Schinkel wurde 1822 abgeschlossen. 

Berlin Carré
Fast unmittelbar am Alexanderplatz befindet sich das Berlin Carré. Das Einkaufscenter beherbergt unter seiner Glaskuppel eine Vielzahl von Einzelhandelsgeschäften, Frischeständen, Restaurants und Cafés auf zwei Ebenen mit einer Verkaufsfläche von rund 7600 Quadratkilometern. Und bei genauerem Hinsehen, kann man gerade hier das eine oder andere Schnäppchen machen.

 

 

 


 

 Alexanderplatz
Das Ende dieses Spaziergangs ist der Alexanderplatz, den wir noch separat genauer beschreiben werden.

Tipp
Der gemütliche Bummel dauert etwa zwei Stunden ohne dass man eine der Sehenswürdigkeiten besichtigt. Empfehlenswert ist aber zum Beispiel das Deutsche Historische Museum separat zu besuchen. Der Bus 100 fährt direkt vor das Museum und vom Alexanderplatz wieder zum Brandenburger Tor.

Separat sollte man die vom Brandenburger Tor aus gesehen rechte Seite des Boulevards Unter den Linden entdecken. Diese Seite der Prachtstraße werden wir extra beschreiben.

Weitere Impressionen: