Sony Center am Potsdamer Platz - ein architektonisches Meisterwerk

Das „Sony Center“ ist eigentlich das Synonym für den Potsdamer Platz, es ist das bekannteste Bauwerk mit seinem unglaublichen Zeltdach, unter dem sich täglich tausende Berlin-Besucher tummeln. Das „Sony Center“ ist aber nicht nur der Platz unter dem Zeltdach, sondern besteht aus sieben Gebäuden, die sich rund um den Zeltbau gruppieren, und unterschiedlichsten Zwecken dienen.

Stararchitekt Helmut Jahn und das Zeltdach
Konzipiert hat diese attraktive Sehenswürdigkeit kein geringerer als der internationale Stararchitekt Helmut Jahn, der damit weltweite Anerkennung erhalten hat. Alleine für seine komplizierte Zeltdachkonstruktion brauchte man bis zur Fertigstellung zwei Jahre.

Das Zeltdach
Das 67 Meter hohe Zelt, das sich mit einer Spannweite der Textilbahnen von 102 Metern über den großen Platz zieht, verfügt über eine durchschnittliche Lichtdurchlässigkeit von rund 50 Prozent. Die Textilbahnen, mit über 5250 Quadratmetern Gesamtfläche, bestehen aus selbstreinigendem, mit Teflon beschichtetem Stoff, getragen von etwa 520 Tonnen Stahl. Das 3500 Quadratmeter große Dach selbst besteht aus 16 Millimeter dickem Sicherheitsglas mit einem Gesamtgewicht von über105 Tonnen.

Wer baute eigentlich das Sony Center?
Man muss wissen, dass nicht Sony der Bauherr war, sondern eine Investorengruppe rund um Morgan-Stanley, denen im vergangenen Jahr das Geld knapp wurde und einen Käufer für das gesamte Areal suchte. Seit Mai 2010 gehört der gesamte Komplex dem südkoreanische Pensionsfonds „National Pension Service of Korea“ (NPS), der angeblich 500.000.000 Euro bezahlt haben soll.
Sony hat hier ein für Fans von Unterhaltungselektronik sehr interessantes Verkaufsgeschäft, mit der Möglichkeit, kostenlos ins Internet zu gehen - wenn man einen freien Platz bekommt.

Der Bahn-Tower ist auch nur gemietet
Alle Unternehmen im „Sony Center“ sind nur Mieter, beispielsweise auch Sony, und auch die Deutsche Bahn hat das gläserne Hochhaus, den Bahn-Tower, nur gemietet.

Leckeres für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel
Überragend ist das gastronomische Angebot. Hier die Lokale, die bei Berlin-Besuchern besonders beliebt sind: Alex, Billy Wilder's, Bistro Vital, Corroborree, Croissanterie, Dunkin´ Donuts, Josty, Kaisersaal, Lindenbräu, Lutter und Wegner, Sushi Express, We love Coffee.

Unterhaltung und ein tolles Museum
Direkt am großen Platz gibt es auch zwei Kinos: das „CineStar IMAX 3D“ und das „CineStar Original“, aber auch einen riesigen Bildschirm, auf dem nicht nur Filme gezeigt werden, sondern auch Theater- und Sportübertragungen zu sehen sind. An der Potsdamer Straße befinden sich das „Museum für Film und Fernsehen“, mit der Heinz-Rühmann-Statue vor der Türe, aber auch das Highlight für Kinder, das „Legoland Discovery Centre“.

Tipp für Familien mit Kindern: Legoland Discovery Centre
Kinder erleben hier zwei Stunden lang interaktiven Spaß auf 3500 Quadratmetern. 14 Attraktionen bieten Kindern eine Reise durch die Welt der Legosteine. Im „Miniland“ werden Kinder und Erwachsene Berlin im Kleinformat bestaunen. Die berühmtesten Wahrzeichen der Hauptstadt stehen hier im Maßstab 1:45. Sehr beliebt bei Kindern ist das 4D-Kino, Besucher können für einen Moment selbst Teil eines Films werden. Am Ende des Besuchs darf überall gebaut und gespielt werden.

Sony Center: Acht Millionen Besucher im Jahr
Wer alle Unterhaltungsangebote - mit kulinarischer Unterbrechung - in Anspruch nimmt, kann locker einen ganzen Tag im und rund um das „Sony
Center“ verbringen. Bis zu acht Millionen Besucher kommen Jahr für Jahr ins „Sony Center“, durchschnittlich bleiben sie rund 1,5 Stunden hier.

Sony Center
Am Potsdamer Platz
Eintritt frei
Anfahrt
Der Potsdamer Platz ist mit der U2 (U-Bahnhöfe Potsdamer Platz und Mendelssohn-Bartholdy-Park) zu erreichen, außerdem mit der S1, S2 und S25 (S-Bahnhof Potsdamer Platz). Der Regionalbahnhof der Deutschen Bahn ist seit Juni 2006 in Betrieb.