Berliner Fernsehturm - Glanzstück am Alexanderplatz

Berliner FernsehturmMan sieht ihn von überall, wenn man einen Streifzug durch Berlin macht. Er ist immer präsent, aufgrund seiner Höhe dominiert er Berlin. Ist er doch nicht nur ein weiteres Wahrzeichen der Stadt, sondern auch ein Symbol deutscher Geschichte.

„Sozialistische Errungenschaft“
Salopp gesagt: Er ist eine der beeindruckendsten Hinterlassenschaften der ehemaligen DDR. Auf der Suche nach Beweisen, wie „stark und mächtig“ die DDR ist, hat die DDR-Regierung einen riesigen Turm ins Spiel gebracht, aus dem der Fernsehturm gewachsen ist. Ein solches Bauwerk hatte der Westen Berlins nicht vorzuweisen.

Ein schwieriges Projekt
Es war eine große Herausforderung an Architekten, Statiker und Ingenieure die Wünsche der Regierung Wirklichkeit werden zu lassen. Der erste Entwurf eines Turms mit einer Gesamthöhe von 368 Metern bis zur Antennenspitze sollte natürlich auch eine sozialistische Ausstrahlung bekommen: Die Kugel in einer Höhe von 200 Metern sollte einem sowjetischen Sputnik-Satelliten ähneln, und sie sollte im Rot des Sozialismus hinüber nach Westberlin erstrahlen.

Dieser Entwurf wurde nicht in allen Punkten übernommen, zu viele Probleme beim Bau machten Alternativen notwendig. Es wurde in Fachkreisen heftigst darüber diskutiert, wie der Turm letztendlich gebaut werden kann.

Einige interessante technische Details
Ein Streitpunkt war auch die Bauweise. Am Schluss jedoch war man sich einig, dass nur mit einer „Kletterbauweise“ gearbeitet werden kann. Was nichts anderes heißt, als dass das innere Stahlgerüst immer etwas Vorsprung vor der äußeren Betonwand hatte. So war es auch möglich, den Turm von seinen 16 Metern unten bis auf neun Meter nach oben zu verjüngen.

Die Kugel selbst war ein Problem
In einer Höhe von 200 Metern eine solche Kugel zu montieren wurde zu einem weiteren Problem, das die DDR-Ingenieure aber genial lösten. Am Boden wurde zunächst das tragende Stahlgerüst der Kugel vorgefertigt, um dieses dann mit Kränen nach oben zu transportieren. Letztendlich hat man die Kugel an Zugbändern aufgehängt, was den Eindruck vermittelt, als würde sie schweben. Wer detaillierte Informationen möchte, sollte sich im Fernsehturm den hervorragenden „Architekturführer Fernsehturm Alexanderplatz Berlin“ kaufen. 

1996 kamen neue Aufzüge dazu
Es waren keine Sicherheitsbedenken, die zum Austausch der Aufzüge führten. Auf jeden Fall ist man stolz, die Besucher nun zwei Sekunden schneller nach oben zu bringen, was heißt, dass man in 40 Sekunden die Aussichtsetage erreicht, was sechs Meter in der Sekunde bedeutet. Jeder Aufzug kann 15 Personen befördern.

 

Fernsehturm BerlinEin wenig schwankt er immer
Die unvermeidlichen Pendelbewegungen des Fernsehturmes bei starkem Wind sind kaum zu spüren, an der Antennenspitze etwa 60 Zentimeter, im Turmcafé um die 15 Zentimeter. Die Antenne selbst ist 118 Meter hoch und strahlt über 60 Radio- und Fernsehprogramme aus.

Vom leiblichen Wohl und Wartezeiten
Insgesamt vermittelt der Fernsehturm Berlin noch immer den Charme der 1960er DDR-Jahre - auch in der Bar und im Restaurant mit einem einmaligen Blick über die Berlin. Die Bar befindet sich in der Panoramaetage, im Restaurant darüber kann man sehr gut essen.
Besucher müssen sich aber darauf einstellen, dass es längere Wartezeiten gibt. Der Fernsehturm am Alexanderplatz ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Berlins und mehr als eine Empfehlung wert.

Berliner Fernsehturm
Panoramastraße 1A, 10178 Berlin / Am Alexanderplatz
Öffnungszeiten
März bis Oktober: täglich von 9 Uhr bis 24 Uhr.
November bis Februar: täglich von 10 Uhr bis 24 Uhr.
Eintrittspreise
Erwachsene: 10,50 Euro, Kinder bis 16 Jahre: 6,50 Euro, Kinder bis 3 Jahre frei.

Tipp: Mit einem VIP-Ticket keine Wartezeiten
Beim VIP-Ticket wählt man das Datum und die Uhrzeit des Besuchs selbst, und zwar im Voraus. Dies ist jedoch nur über das Internet möglich: https://www.ticket-management.com/kdatum.php?sid=30317919&event=TVT . Das VIP-Ticket kostet 18,50 Euro, für Kinder bis 16 Jahren 10,50 Euro - und ein Platz im Restaurant ist garantiert.
Anfahrt
Bus: TXL, M48, 100, 200, 248, N5, N8 - S-Bahn: S5, S7, S75, S9 - U-Bahn: U2, U5, U8 - Tram: M4, M5, M6

 

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