Die Philharmonie Berlin - ein außergewöhnliches Wahrzeichen der Hauptstadt

Es hagelte Proteste der Berliner, der Streit um die Architektur eines Konzerthauses ging nicht nur quer durch die Bevölkerung, sondern auch quer durch alle Parteien. Nur die Alliierten damals hielten sich aus dem Streit heraus. 

Hans Scharoun, ein bis dahin fast unbekannter Architekt, gewann 1956 zwar den Wettbewerb, aber da ging der Streit erst richtig los. Dass Scharoun sich dann doch durchsetzte, war seinem einmaligen Konzept einer noch nie dagewesenen Akustik zu verdanken. Und als der damals futuristische Bau im Jahre 1963 fertig war, schlug die Stimmung allenthalben in Begeisterung um. Die Berliner Philharmonie wurde zu einem weltweit anerkannten Konzerthaus – der Musik, aber auch der Architektur wegen.

Die Philharmonie als Vorbild
 Architekten und Studenten aus aller Welt reisten nach Berlin und nahmen sich die Philharmonie und das Konzept der Akustik als Vorbild. Noch etwas hat Scharoun erreicht, er brach mit der Tradition der üblichen Zuschauer-Bühnen-Anordnungskonzepte. Das Orchester sollte in die Mitte des Raumes rücken. Vorbild waren vielleicht die großen Arenen Italiens mit ihren großartigen Konzert- und Opernaufführungen. Scharoun setzte die Zuschauer in einzelne Blöcke, die sich wie Terrassen in die Höhe ziehen.

Beeindruckend das Äußere
 Auch das Äußere hatte Vorbilder, Scharoun verzichtete auf herkömmliche Dachkonstruktionen, orientierte sich am Zeltbau, kombinierte dies auf geradezu geniale Weise mit dem Aussehen eines Schiffsbug.
 Die heutige Fassade der Philharmonie sah aber nicht immer so aus, Ende der 1970er Jahre begann man der Haltbarkeit wegen das Gebäude mit gelben Aluminiumplatten zu verkleiden.
 2009 entging die Philharmonie nur knapp einer Katastrophe, als bei Bauarbeiten der Dachstuhl brannte. 

Konzertinformationen: http://www.berliner-philharmoniker.de

 Führungen
 Täglich um 13 Uhr (außer am 24., 25., 26. und 31. Dezember sowie am 1. Januar). Achtung: Im Juli und August 2010 finden keine Führungen durch die Philharmonie und den Kammermusiksaal statt.
 Treffpunkt: Künstlereingang der Philharmonie (Pförtner der Philharmonie), von der Potsdamer Straße über den Parkplatz der Philharmonie zu erreichen.
 Preise: 3 Euro für die Einzelkarte, 2 Euro für Studenten, Arbeitslose, Rentner, Schwerbeschädigte. Schüler sind gratis. Die Tickets erhalten Sie am Treffpunkt.
 Anfahrt: 
 U-Bahn U2, Haltestelle Potsdamer Platz oder Mendelssohn-Bartholdy-Park. 
 S-Bahn: Linien S1, S2, S25, S26 bis Potsdamer Platz. 
 Bus: direkt zur Philharmonie: Linien 200 (Philharmonie), M48 (Kulturforum); weitere Buslinien: M29 (Potsdamer Brücke), M41 (Potsdamer Platz).