Charlottenburger Tor und das Tormuseum

Berlin wartet wieder einmal auf ein großes Ereignis: die Fertigstellung des Charlottenburger Tors auf der Straße des 17. Juni. Berlin-Besucher werden es wohl noch in Erinnerung haben, als ein Riesen-Werbetransparent den Wiederaufbau des Tores verhüllte, das sie vom dortigen Antikmarkt aus gesehen werden konnte.

Dieses Transparent und seine Vorgänger haben es dem „Freundeskreis Charlottenburger Tor“ ermöglicht, die Restaurierung des Tors zu finanzieren, aber auch viele Besucher davon abgehalten, das dortige Tormuseum zu besuchen, weil man ein solches dort gar nicht vermutet hat. Nun warten die Betreiber sehnsüchtig auf den Tag, wo das Charlottenburger Tor auch die letzten Hüllen fallen lässt, um nicht wieder in altem Glanz zu leuchten, sondern auch das Tormuseum die Bedeutung erhält, die es verdient.

Die aufwändig hergestellten Schmuckfiguren, die das Tor zieren, sind bereits angebracht, es sind nur noch Details, die zu bearbeiten sind. Dann werden ein riesiges bronzenes Götterhaupt mit Hörnern und andere Fabelwesen auf die Besucher und Autofahrer aus einer Höhe von 16 Metern herabblicken, die den Bombenangriffen des Zweiten Weltkriegs zum Opfer fielen.

Im September 2007 eröffnete der „Freundeskreis Charlottenburger Tor“ im Keller des Tors ein Museum, das über die Geschichte des Tors informiert. Der Aufstieg auf das mehr als 20 Meter hohe Plateau über 68 Stufen ist auch nach der Fertigstellung noch möglich.

Charlottenburger Tor
Straße des 17. Juni / Nähe Antikmarkt
Das Charlottenburger Tor ist vom S-Bahnhof Tiergarten aus nach einem Fußweg von etwa sieben Minuten oder vom Ernst-Reuter-Platz aus zu erreichen.