Museum für Film und Fernsehen 

Am Potsdamer Platz - ein Muss für Cineasten, ein Vergnügen für die ganze Familie
Das Museum, Teil der „Deutschen Kinemathek“, nahm im Februar 1963 offiziell seine Arbeit auf. Gründungsdirektor Gerhard Lamprecht, dessen umfangreiche Sammlung von Filmen, Dokumenten und Apparaturen vom Land Berlin erworben und dem Museum überlassen wurde.

Das Archiv
Hier wird alles geschichtliche archiviert, was mit Geschichte und Technik von Films, Kino und Fernsehens zu tun hat. Hierzu gehört die filmhistorische Forschung, Materialien zu Filmprogrammen, Plakaten, Architektur- und Kostümskizzen, Fotos, Drehbücher und noch zahlreiche andere Dokumente.

Dauerausstellung Film
Seit September 2000 kann man einen Teil der Sammlungen in der „Dauer-Ausstellung Film“ einen Streifzug durch die deutsche Filmgeschichte machen. Die „Deutsche Kinemathek“ kann über etwa 13.000 deutsche und ausländische Stumm- und Tonfilme vorweisen. Weitere Sammlungen umfassen über eine Million Szenen-, Porträt- und Werkfotos, rund 30.000 Drehbücher, 20.000 Plakate, 60.000 Filmprogramme sowie Projektoren, Kameras und Zubehörgeräte von der Frühzeit des Kinos bis heute.
1993 hat das Land Berlin auch den gesamten Nachlass von Marlene Dietrich erworben, der heute in der „Marlene Dietrich Collection Berlin“ bewahrt wird. Dieses bedeutende Archiv steht für Ausstellungen und Forschungen zur Verfügung.

Dauerausstellung Fernsehen
Mit der Ausstellung „Fernsehen macht glücklich" - anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Deutschen Fernsehens - widmete sich die „Deutsche Kinemathek“ erstmals umfassend der Geschichte des Mediums Fernsehen. Sie war der Startschuss zur am 1. Juni 2006 eröffneten „Dauerausstellung Fernsehen“. Auf einer Fläche von 1200 Quadratmetern bietet die Ausstellung einen unterhaltsamen Überblick über 50 Jahre Fernsehgeschichte in Ost und West.

Rundgang durch die Ständige Ausstellung Film
Die Themen (Texte Deutsche Kinemathek):
Pioniere und Diven (1895-1918)
Technische Verfahren machen die Bilder lebendig. Die ersten Farben, die ersten Tricks, die ersten Stars.
Das Cabinet des Dr. Caligari (1920)
Expressionismus in einem Horrorfilm. Gedreht in Berlin-Weißensee.
Film in der Weimarer Republik (1918-1933)
Die Zeit der klassischen deutschen Stummfilme und frühen Tonfilme. Der deutsche Film erlangt Weltgeltung, auch Hollywood ist beeindruckt. Vor allem vier Regisseure haben den deutschen Film der Jahre 1918-1933 geprägt.
Metropolis (1927)
Science Fiction. Katastrophen über und unter der Erde. Die gute Maria besiegt die Maschinen-Maria.
Transatlantik (1918-1933)
Ein Schiffsdeck. Eine zweite Karriere in den USA für deutschsprachige Filmkünstler.
Marlene Dietrich (1901-1992)
In Berlin geboren und ein Weltstar geworden. Das Museum präsentiert die bedeutendsten Stücke aus ihrem Nachlass.
Olympia (1936-1938)
Spiele in der Zeit des Nationalsozialismus. Leni Riefenstahl führt Regie im Berliner Oympia-Stadion.
Film im Nationalsozialismus (1933-1945)
Propaganda zur Mobilisierung, Komödien zur Unterhaltung. Unerwünschte Künstler werden vertrieben oder umgebracht.
Filmexil (1933-1945)
Hollywood ist ein Fluchtpunkt vor der Nazi-Verfolgung. In Casablanca treffen sich die Emigranten.
Von der Nachkriegszeit ... (1946-1980)
Die ersten vier Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sind geprägt von der deutschen Teilung.
... zur Gegenwart (1981 bis heute)
Viele deutsche Regisseure beginnen, im europäischen und US-amerikanischen Ausland zu arbeiten. Im ostdeutschen Film werden die ersten Anzeichen der politischen Wende sichtbar, die 1989 tatsächlich eintritt.
Das „Museum für Film und Fernsehen“ ist eigentlich ein Familienmuseum und vermittelt vieles Neues und Spannendes aus der medialen Welt.

Museum für Film und Fernsehen
Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag: 10 bis 18 Uhr, Donnerstag: 10 bis 20 Uhr, Montag geschlossen.
Eintrittspreise
6 Euro, 4,50 Euro ermäßigt, für ständige Ausstellungen inkl. Sonderausstellungen, Familienticket, 2 Erwachsene mit Kindern: 12 Euro, kleines Familienticket, 1 Erwachsener mit Kindern: 6 Euro
Anfahrt
U-Bahn: U2 bis Potsdamer Platz, S-Bahn: S1, S2, S25 bis Potsdamer Platz, Bus: 148, 200, M41 Potsdamer Platz