Das Kulturforum am Potsdamer Platz

Das Berliner Kulturforum, direkt am Potsdamer Platz, gehört mit weltberühmten Konzerthäusern, bedeutenden Museen, hervorragenden Bibliotheken und Instituten zu den absolut kulturellen Highlights Berlins.
Das Kulturforum ist ein seit den 1960er Jahren mehr oder weniger glücklich gewachsenes international renommiertes Gebäudeensemble, zu dem unter anderem die Philharmonie mit dem Kammermusiksaal, die Neue Nationalgalerie und die Neue Staatsbibliothek gehören.

Einst direkt an der Mauer gelegen, sollte mit dem Kulturforum ein Gegenstück zur Museumsinsel in Ost-Berlin gesetzt werden, wo die Künste auf vielfältige Weise vertreten sind. Auch nach dem Mauerfall blieben dem Kulturforum die wichtigsten kulturellen Einrichtungen erhalten. Das Kulturforum ist daher für Berlin-Besucher immer auch ein Spaziergang auf den Spuren der Teilung der Stadt.

Die wichtigsten Häuser des Kulturforums
Philharmonie

1963 wurde die Philharmonie als erster Neubau am Potsdamer Platz fertiggestellt.

Kammermusiksaal
Zwischen 1984 und 1987 erweiterte man die Philharmonie um den Kammermusiksaal mit 1180 Sitzplätzen. Musiker und Interpreten schätzen an dem fünfeckigen Konzertsaal, dass sie mitten im Publikum sitzen. Die Planungen zum Erweiterungsbau stammten noch von Hans Scharoun.

Musikinstrumentenmuseum
Das Musikinstrumentenmuseum sammelt Musikinstrumente vom 16. bis zum 21. Jahrhundert. Momentan besitzt das Musikinstrumentenmuseum rund 3200 Instrumente, die sich überwiegend noch in spielbarem Zustand befinden. In der Schausammlung sind etwa 800 Instrumente zu sehen. Es eine der umfangreichsten Sammlungen in Deutschland überhaupt.

Neue Nationalgalerie
Zwischen 1956 und 1968 wurde die „Neue Nationalgalerie“ nach Plänen des Stararchitekten Ludwig Mies van der Rohe errichtet. Durch die Zusammenarbeit mit den berühmten New Yorker Museen konnten spektakuläre Ausstellungen realisiert werden. 2004 strömten Besucher aus aller Welt zu „MoMa nach Berlin“. 2007 zog die Präsentation der Ausstellung „Die schönsten Franzosen kommen aus New York“ mit Exponaten aus dem Metropolitan Museum die Menschen magisch an.

Kupferstichkabinett
Das „Kupferstichkabinett“ eröffnete 1986. Das Museum zeigt eine halbe Million Druckgrafiken und mehr als 100.000 Zeichnungen, Aquarelle, Pastelle und Ölskizzen. Die Sammlung ist die größte ihrer Art in Deutschland und eine der bedeutendsten der Welt. Das einzigartige Spektrum reicht von Botticelli bis Picasso und von Albrecht Dürer bis Andy Warhol. Die Höllenvisionen eines Hieronymus Bosch sind ebenso vertreten wie der Romantiker Caspar David Friedrich.

Gemäldegalerie
Den Zuschlag für die „Gemäldegalerie“ erhielt das Architektenteam Hillmer und Sattler im Jahre 1987. Elf Jahre später wurde es als vorerst letztes Museum am Potsdamer Platz eröffnet. Der Besucher braucht viel Zeit, um auch nur einen kleinen Teil der Ausstellung zu sehen. Schließlich repräsentieren über 1400 Werke die europäische Malerei vom 13. bis zum 18. Jahrhundert.

St. Matthäuskirche
Als einziges Gebäude hatte die „St. Matthäuskirche“ den Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt überstanden. 1959 wurde die Fassade restauriert und der Innenraum modernisiert.

Staatsbibliothek zu Berlin
Die alte „Staatsbibliothek zu Berlin“ Unter den Linden, einst ein herrlicher Prachtbau, litt schwer unter den Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg und wurde schwer beschädigt. Ausgelagerte Bestände wurden zerstört oder gingen in den Kriegswirren verloren. 1967 wurde infolge der Teilung mit einem Neubau am Kulturforum in der Potsdamer Straße begonnen, heute die „Neue Staatsbibliothek“, die zur „Stiftung Preußischer Kulturbesitz“ gehört und über eine der wichtigsten Sammlungen deutschen Kulturguts verfügt.

Kunstgewerbemuseum
Das Berliner Kunstgewerbemuseum ist das älteste seiner Art in Deutschland. Trotz Verlusten während des Zweiten Weltkriegs beherbergt das Kunstgewerbemuseum eine der bedeutendsten Sammlungen von europäischem Kunsthandwerk vom Mittelalter bis zur Gegenwart an zwei Standorten, am Kulturforum und im Schloss Köpenick.

Kunstbibliothek
Die Kunstbibliothek ist mit rund 400.000 Bänden vielleicht die bedeutendste kunstwissenschaftlichen Spezialbibliothek in Deutschland mit einem riesigen Fundus an Fachliteratur. Jährlich rund 35.000 Leser besuchen die Kunstbibliothek verfügt sie doch über bedeutendste Sammlungen von Handzeichnungen, Ornamentstich-Sammlung, Lipperheidesche Kostümbibliothek, Sammlung der Plakat- und Reklamekunst, Gebrauchsgraphische Sammlung, Sammlung Buchkunst, Sammlung Fotografie. Alle Sammlungsbestände können von jedem Besucher im Lesesaal eingesehen werden.