Das Kennedy-Museum Berlin: „The Kennedys“ am Brandenburger Tor

Kaum ein Name ist so eng mit Berlin verbunden, als der des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy (1917-1963). „So lange wir leben, werden wir niemals wieder einen solchen Tag wie heute erleben“, beschrieb John F. Kennedy den begeisterten Empfang, den ihm hunderttausende Menschen am 26. Juni 1963 in West-Berlin bereiteten. Nur wenige Schritte vom Kennedy-Museum entfernt, auf der anderen Seite des Brandenburger Tors, sah der amerikanische Präsident zum ersten Mal die zwei Jahre zuvor gebaute Mauer, welche die Stadt in eine West- und eine Osthälfte teilte.

Das Attentat von Dallas
Noch konnte niemand ahnen, dass John F. Kennedy einige Monate später am 22. November in Dallas/Texas erschossen wurde. Berlin trauerte um einen Präsidenten, der den Bürgern der Stadt mit den Worten „Ich bin ein Berliner“ vor dem Schöneberger Rathaus Mut und Hoffnung machte. So war es erstaunlich, dass man Kennedy erst im Jahre 2006 ein Denkmal setzte – mit einem Museum an historischer Stelle, am Pariser Platz.

Kurze Geschichte
Der eigentliche Grundstein für das Museum wurde in der Berliner Kantstraße gelegt. 2004 präsentierte die Galerie „Camara Work“ ihre Sammlung „The Kennedys“. Nach dem großen Erfolg in Berlin wurde die Ausstellung erweitert und ein Jahr später auf Wunsch des römischen Bürgermeisters Veltroni im antiken Hadriantempel gezeigt.

Die Gestaltung der Ausstellung übernahm ein Team unter Leitung von Dr. Andreas Etges, dessen Aufgabe war es, die über mehrere Jahrzehnte entstandene Sammlung der Galerie „Camera Work“ zu sichten, ein Ausstellungskonzept zu erarbeiten, über die Auswahl der auszustellenden Objekte zu entscheiden sowie Texte und Objektbeschriftungen zu verfassen.

Zur Ausstellung
Das Museum schreibt auf seiner Homepage (Zitat):
„... Zahlreiche Fotografien, seltene Filmaufnahmen, historische Dokumente sowie persönliche Gegenstände der Kennedys legen in architektonisch inspirierender Atmosphäre Zeugnis vom Leben und von der Ausstrahlung dieser außergewöhnlichen Familie ab. Besonderen Raum widmet das Museum in seiner Ausstellung der Biographie John F. Kennedys und dessen Amtszeit als amerikanischer Präsident.

Die Exponate
Seit November 2006 kann der Berlin-Besucher im Kennedy-Museum über 300 Objekte aus dem Leben John F. Kennedys betrachten. Seine schwarze Aktentasche ist ebenso vertreten wie seine Lesebrille. Daneben finden sich historische Dokumente wie Manuskripte und Originalfotografien. Sie erinnern daran, wie die 1000 Tage währende Amtszeit des 35. Präsidenten der USA von vielen Menschen als Aufbruch in eine neue Ära gefeiert wurde.

Natürlich ist auch das Attentat von Dallas ein Thema für „The Kennedys“, doch der Betrachter erhält nicht nur Einblick in das politische Leben von John F. Kennedy, sondern auch in sein Familienleben durch Fotografien und zahlreiche persönliche Dinge aus dem Besitz der Familie Kennedy - da darf selbst ein Hut von Jackie Kennedy nicht fehlen. Schließlich prägte der elegante Stil der First Lady die Mode einer ganzen Epoche.

Kennedy-Museum „The Kennedys“
Pariser Platz 4a, 10117 Berlin-Mitte
Öffnungszeiten
täglich 10 bis 18 Uhr
Eintrittspreise
7 Euro, ermäßigt 3,50 Euro
Anfahrt
S/U-Bahn: Bahnhof „Brandenburger Tor“
Bus: 100, 200, M41, TXL