Alte Nationalgalerie Berlin: Bedeutendste Sammlungen der großen Meister

Kurze Geschichte der Alten Nationalgalerie
Ermöglicht hatte die Gründung der Alten Nationalgalerie 1861 eine großzügige Schenkung des Bankiers Johann Heinrich Wagener. 262 wertvollste Gemälde überließ er Stadt Berlin, die zunächst in der Akademie der Künste untergebracht wurden.

1867 wurde mit dem Neubau auf der Museumsinsel begonnen. 1876 fand die feierliche Eröffnung statt. Damit bildete das Museum eine harmonische Einheit mit seinem Ausstellungsthema, der Kunst des 19. Jahrhunderts. Mit Eröffnung der Neuen Nationalgalerie am Potsdamer Platz wurde der Prachtbau umbenannt in „Alte Nationalgalerie“. Nach den schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg teilte man die Sammlungen auf. Zwar wurde das Haus 1949 teilweise für das Publikum geöffnet, aber der komplette Wiederaufbau dauerte noch bis 1955. Weitere Umbaumaßnahmen erfolgten im Rahmen der Generalsanierung der Museumsinsel, die noch andauert.

Die Sammlungen
Seit 2001 setzt modernste Technik die Ausstellungsstücke in den großzügig erweiterten Räumen ins rechte Licht. Nach dem Mauerfall kehrten einige Sammlungen aus der Neuen Nationalgalerie und aus dem Schloss Charlottenburg zurück in die Alte Nationalgalerie. Damit reicht die Bandbreite heute von Caspar David Friedrich über die Impressionisten bis zu den Anfängen der sogenannten „Klassischen Moderne“. Deren Vertreter Max Beckmann und Lovis Corinth bilden die Schnittstelle zu den Ausstellungen der Neuen Nationalgalerie, die ihren Schwerpunkt nun auf das 20. Jahrhundert legt.

Das Obergeschoss
Die Sammlungen im Obergeschoss der Alten Nationalgalerie spannen den Bogen von der Kunst zur Zeit Goethes bis hin zur Romantik. Deren wichtigster Vertreter ist natürlich Caspar David Friedrich. Die Räume in der dritten Etage zeigen mit Porträts und Landschaftsbildern von Carl Spitzweg auch Werke des Biedermeiers. Das zweite Stockwerk ist dem französischen Impressionismus gewidmet mit Meisterwerken von Manet, Monet, Renoir, Degas und Cezanne. Zudem werden Skulpturen von Auguste Rodin präsentiert und Gemälde von Künstlern aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wie Feuerbach, Böcklin und Liebermann.
Das Herzstück der Alten Nationalgalerie bildet jedoch das umfassende Werk von Adolph Menzel in der ersten Ausstellungsetage. Der Künstler gilt als Meister des „Extremen Realismus“.

Alte Nationalgalerie
Bodestraße 1-3 am Lustgarten (Museumsinsel), 10178 Berlin
Öffnungszeiten
Montag geschlossen
Dienstag, Mittwoch, Freitag, Samstag, Sonntag: 10 bis 18 Uhr
Donnerstag: 10 bis 22 Uhr
Eintrittspreis
8 Euro, ermäßigt 4 Euro
Anfahrt
U-Bahn U6 (Friedrichstraße)
S-Bahn S1, S2, S25 (Friedrichstraße); S5, S7, S75 (Hackescher Markt)
Tram M1, 12 (Am Kupfergraben); M4, M5, M6 (Hackescher Markt)
Bus TXL (Staatsoper); 100, 200 (Lustgarten); 147 (Friedrichstraße)