Flohmarkt Neukölln: Ein multikulturelles Warenhaus
Die Bezeichnung Flohmarkt trifft überhaupt nicht zu, das sind die ersten Eindrücke, wenn man unter der Brücke des U- und S-Bahnhofs Neukölln hindurchgeht und nach der Brücke gleich links abbiegt, wo der Flohmarkt beginnt. Doch schon unter der Brücke stehen oder sitzen Verkäufer ohne Genehmigung, immer auf dem Sprung zu verschwinden, wenn die Polizei erscheint.
Das „Warenhaus am Sonntag“ bietet nichts Künstlerisches oder gar Antikes, sondern eher Haushaltswaren, Kleidung, Elektroartikel und Handwerkszeug. Dabei ist nur wenig aus dem Angebot Secondhand, sondern Neuware, zu extrem niedrigen Preisen zu bekommen. Und natürlich ist Handeln Pflicht!
Die Anbieter kommen aus unzähligen Nationen, sind durch weg sehr freundlich, aber scheuen es in der Mehrzahl, sich fotografieren zu lassen. Das sollte man respektieren. Wenn man jedoch fragt, ob man die Ware fotografieren darf, wird man kein Nein hören.

Berlin-Besucher, die einmal echtes Multikulti erleben möchten, sind auf dem Flohmarkt Neukölln genau richtig. Wer Sicherheitsbedenken hat, muss sich keine Sorgen machen, auf diesem Flohmarkt wird Toleranz groß geschrieben. Zu empfehlen sind aber die üblichen persönlichen Vorkehrungen, die man vor evtl. Taschendiebstahl grundsätzlich treffen sollte.
Der Flohmarkt Neukölln findet jeden Sonntag von 8 bis 18 Uhr statt.
Anfahrt: U-Bahn U6, Richtung Alt-Mariendorf, Haltestelle Neukölln, S-Bahn, Ringbahn bis Bahnhof Neukölln.
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