wiensalonberlin: Ausstellung obszön obschön eröffnet

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22.02.2010 >> Berlin News und Veranstaltungen >> Veranstaltungen

Mit dem Wort „obszön“ wird üblicherweise Schlüpfriges, Ekliges, Abstoßendes, Dunkles, Häßliches, Schmieriges, Heimliches und Verschwiegenes verbunden. Im Unterschied zum Begriff der Pornographie lässt das Obszöne aber viel mehr Freiraum in der Interpretation, weil es nicht ausschließlich an das Sexuelle gebunden ist.
Obszön können Regelverstöße, Grenzüberschreitungen sein, der Begriff beinhaltet vor allem die Elemente des Verbotenen, des Schockierens, des Verletzens von Tabus, des Missachtens von gesellschaftlichen Übereinkünften.

Heute hat sich die Grenze zwischen Privatheit und Öffentlichkeit längst aufgelöst, und das Obszöne liegt nicht mehr im Verborgenen, im Dunkeln, sondern im Sichtbaren - im allzu Sichtbaren. Von daher lässt sich gegenwärtig der Begriff obszön, in dem sich durchaus gesellschaftliche Veränderungen und Strukturen spiegeln, unter ganz neuen Aspekten betrachten.

Mit dem Titel „obszön“, als groß zu denkendes Dach des Projekts, will Marianne Sajdik Arbeiten von Künstlern, die sich alle mit diesem Thema auf unterschiedlichste Weise beschäftigt haben, zusammenführen. Künstler aus Berlin, München, Wien, aus der Schweiz und aus Australien.

Künstler
Irene Andessner, Günter Brus, Georg Frauenschuh, Andrew Gilbert, Franziska Hufnagel, Bernhard Lehner, René Luckhardt, Hans-Jörg Mayer, Otto Muehl, Lukas Pusch, Pavel Schmidt, Astrid Sourkova, Richard Tipping.

wiensalonberlin
Marianne Sajdik
Hornstraße 9, 10963 Berlin
Öffnungszeiten: Nach telefonischer Vereinbarung unter 0172/1 59 56 81
oder per Email – kontakt (at) wiensalonberlin.eu.



Malerin Astrid Sourkova vor den Bildern von Franzi Hufnagel sowie ihrer eigenen Zeichnung.


Marianne Sajdik mit Andrew Gilbert vor seiner „Zuluqueen“


Marianne Sajdik bei der Bergüßung vor einem Bild von Hans Jörg Mayer 

zuletzt geändert: 22.02.2010 um 09:04


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