Udo Lindenberg: Wird der Likörist bald ein Berliner?

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11.10.2010 >> Berlin News und Veranstaltungen >> News

Udo Lindenberg wohnt schon gefühlte 100 Jahre im Hamburger Hotel „Atlantis“. Udo Lindenberg und Hamburg, das waren bisher die zwei Unzertrennlichen. Vielleicht wird sich dies ändern, denn Udo Lindenberg hat sein Herz an Berlin verloren, so scheint es zumindest. Die Hamburger „Morgenpost“ schreibt: „... Der gesamtdeutsche Udo als erster Mauerspecht, der ganz ohne Hammer erste Dellen in den sozialistischen Schutzwall klopfte.“
 
 Theater am Potsdamer Platz: Rockoper „Hinterm Horizont“ 
 Deutschlands bekanntester Likörmaler war vor einigen Tagen in Berlin, um sein neuestes Projekt, die Rockoper „Hinterm Horizont“, vorzustellen. Ein deutsch-deutsches Musical, das am 13. Januar des kommenden Jahres im „Theater am Potsdamer Platz“ Premiere feiern soll. 
 
 Museum „Udoleum“
 Udo Lindenberg, sein Nuscheln macht ihn vermehrt unverständlicher, hat aber noch ein anderes Anliegen: Es geht um ein Museum, das einmal seinen Namen tragen soll, das „Udoleum“. 

Das „Hamburger Abendblatt“ schreibt: „Die Sammlung des Musikers Lindenberg hat einen deutlich anderen Schwerpunkt, leidet aber unter der Misere, die schon Generationen vor diesem Musiker kannten. Denn in Hamburg kann man ein langes Klagelied darüber anstimmen, wie virtuos in Fettnäpfe getreten wird, wenn es um die Pflege jener Künstler geht, die hier geboren wurden oder groß geworden sind.“ 
 
 Der Hamburger Senat ziert sich – eine Chance für Berlin?
 Das „Udoleum“ soll eigentlich in Hamburgs Speicherstadt seinen Platz finden. Die verbindliche Zusage des Hamburger Senats fehlt allerdings immer noch. Und Udo Lindenberg machte kein Geheimnis daraus, dass für ihn Berlin für sein „Udoleum“ eine echte Alternative sei. Er sagte, wenn man ihn auch kaum verstanden hat: „Wo das Museum hingeht, da geht auch mein Herz hin.“
 Noch ein Zitat des „Hamburger Abendblatts“: „Geplant war ein Udoleum mit Souvenirs aus 40 Jahren kunterbunter Karriere, natürlich sollten dort auch seine vielen "Likörelle" eine Bleibe finden. Alles andere als eine Schnapsidee: eine Bühne, auf der Nachwuchs zeigen kann, was in ihm steckt, garantiert mit Feier-Raum fürs After-Show-Nachglühen.
 
 Berlin würde sich freuen
 Ein solches Projekt würde natürlich perfekt zu Berlin passen. Vielleicht wird Udo Lindenberg bald ein Berliner, aber sein „Atlantis“ und seine Stadt Hamburg zu verlassen, kann man sich kaum vorstellen – aber weiß schon, wie sein Herz tatsächlich schlägt. Berlin steht bereit!

zuletzt geändert: 11.10.2010 um 12:02


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