Tempelhofer Park: 80.000 Besucher am ersten Tag der Park Eröffnung

News
09.05.2010 >> Berlin News und Veranstaltungen >> News

Der Name stand schon vorher fest: Aus dem Flughafen Tempelhof wurde gestern der „Tempelhofer Park“. Von einem Park ist allerdings noch nichts zu sehen, dies soll sich erst zur Internationalen Gartenschau im Jahre 2017 geändert haben. Die Bauarbeiten hierfür beginnen 2013.

Ein Park ohne einen einzigen Baum
Größer als der „Central Park“ in New York ohne einen Baum, aber unendlich weite Wiesen, unterbrochen durch einige Betonpisten. Dieser Blick öffnet sich dem Besucher beim Betreten dieses riesigen Geländes, dessen Horizont man nur bei gutem Wetter deutlich erkennen kann.

Die Größe ist auch ein Problem
Bereits gestern nahmen die Berliner Besitz von ihrem neuen Bürgerpark. Doch das gesamte Gelände zu Fuß erkunden, das stellte sich schnell heraus, ist fast unmöglich - es ist eine Wanderung, die man ohne ein „Schwarzwälder Rucksackvesper“ gar nicht bewältigen kann.

Ein Fahrrad oder Inliner sind ideal
So wundert es nicht, dass die Fahrradvermieter das Geschäft ihres Lebens machten. Für drei bis vier Euro pro Stunde aber konnte man bequem zumindest die Plätze ansteuern, wo an die 100 Vereine ein buntes Sportangebot präsentierten. Alternativ dazu konnte man sich mit einem Fahrradtaxi transportieren lassen. Für die Fahrer auf der topfebenen Strecke keine große Herausforderung, trotzdem hatten sie am Abend viele, viele Kilometer in den Beinen.

Forderungen nach einer 24-Stunden-Öffnung
Hörte man sich an der Tempelhofer „Fressmeile“ um, dann war die Freude unter den Besuchern groß, dass nun endlich das Flugfeld frei zugänglich ist. Dass dies allerdings nur bis zum Einbruch der Dunkelheit möglich ist, dagegen protestierten einige schwarzgekleidete „Autonome“. Sie fordern, dass der „Tempelhofer Park“ 24 Stunden am Tag geöffnet bleibt. Im Prinzip eine richtige Forderung, wenn es da nicht einige Unwägbarkeiten geben würde, zum Beispiel aus der Erfahrung heraus eine totale Vermüllung des Geländes und abendliche Saufgelage.

Die „Fressmeile“ als Ort der Genüsse
Von diesen Problemen wollten die meisten der rund 80.000 Besucher am ersten Tag nichts wissen: Sie ließen es sich an einer der vielen Wurst- und anderen Buden gut gehen, aßen leckere Waffeln, tranken Kaffee oder Bier, lauschten einigen Leierkastenspielern und gönnten ihren Beinen eine kurze Erholung.

Wie sieht die Zukunft des Parks aus?
Die meist diskutierte Frage war jedoch: Wie geht es weiter auf dieser 380 Hektar großen Fläche? Seit Jahrhunderten hat sich die Rolle des Areals immer wieder gewandelt: von der Nut-zung als landwirtschaftliche Anbaufläche über Freizeit- und Sportnutzungen bis hin zu zivilem und militärischem Flugverkehr. Durch Befragungen, Wettbewerbe und Studien wurden die Wünsche und Bedürfnisse der Berlinerinnen und Berliner gesammelt und mit den Visionen von Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft abgeglichen. So entstanden konkrete Ideen, die nun stufenweise weiterentwickelt werden sollen. Die aktuellen Pläne werden in den nächsten Monaten vorgestellt.

Berlin Besucher sollten es sich entgehen lassen, den „Tempelhofer Park“ zu besuchen. Es ist einmal eine Reise zurück in die Geschichte Berlins und dann die Faszination, eines eigentlich überdimensionalen Parks. Der Eintritt ist übrigens frei!


  
Nach 101 Jahren: Back to the roots!
  
  

 
  

 
 

 
  

zuletzt geändert: 09.05.2010 um 14:12


zurück zur Übersicht