Ryanair / Michael O'Leary: Ein Ahnungsloser redet über Berlin und seinen neuen Großflughafen

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15.11.2010 >> Berlin News und Veranstaltungen >> Allgemein

Er gibt zu allem seinen Senf dazu, aber in der Fachwelt wird er schon lange nicht mehr Ernst genommen. In den News des Airline-Portals „Airline-Bewertungen.eu“ wird immer wieder über die wirren Aussagen O'Learys berichtet. Da er jetzt Berlin für einen Kommentar ausgesucht hat und die Berliner Tageszeitungen seinen „Schmarrn“ aufgegriffen haben, sollen unsere Leser erfahren, was dahinter steckt.

Hintergründe
Michael O'Leary ist der, der Toilettengebühren oder Stehplätze einführen will, aber er ist es auch, der von kleineren Flughäfen Millionen bekommt, um sie anzufliegen. Beispielsweise auf dem Flughafen Hahn, wo er von der rheinland-pfälzischen Landesregierung Millionen erhalten hat. Doch der unerschütterliche Glaube der Rheinland-Pfalz-Regierung an Ryanair wurde nun bestraft, als Ausrede für die neue Flugsteuer streichen die Iren nun „unprofitable“ Routen. Und Rheinland-Pfalz' Ministerpräsident Kurt Beck steht da wie in begossener Pudel.

Berlin steht für Ryanair nicht im Focus
Jetzt aber zu Berlin, wo Ryanair wahrlich nicht durch große Präsenz glänzt. Einen Flug nach Berlin hat O'Leary noch nie angetreten, trotzdem hat er den neuen Flughafen BBI als „Schwachsinnsidee“ bezeichnet. Ein Wort, das bisher die Medien auf seine eigenen, oft verwirrten Vorschläge angewandt haben.

Die Methode Ryanair
Grundsätzlich ist festzuhalten, wenn einer, der oft als Spinner bezeichnet wurde, einen solchen Quatsch von sich gibt, und bedauert, dass Tegel und Tempelhof zugunsten des BBI geschlossen werden und wurden, hat dies nur einen Grund: Es fehlt für Ryanair ein Flughafen, den man – wie oben beschrieben – abzocken kann. Ryanairs Masche, nur für hohe Geldbeträge einen bestimmten Flughafen anzufliegen und praktisch die Landegebühren selbst zu bestimmen, wird mit dem neuen BBI nicht aufgehen.

Die Methode der Lügen mit Flughafennamen
Michael O'Leary hat noch ein Problem: Seine Methode, Flughäfen hunderte von Kilometern entfernt mit dem Namen einer Großstadt zu versehen, wird mit Berlin nicht funktionieren. Hatte doch ein Gericht dem Flughafen Cochstedt untersagt, sich als Flughafen Magdeburg-Berlin zu bezeichnen.

Damit geht ein wichtiger Baustein seiner Politik verloren. Er hatte schon Gerona als Barcelona umbenennen lassen, Hahn zu Frankfurt gemacht und Memmingen zu München – allesamt Flughäfen, die weit über 100 Kilometer der Städte entfernt liegen.

Ryanair ist kein Billigflieger mehr
Das sind alles Gründe für Ryanair, um den Flugreisenden vorzugaukeln, man sei ein Billigflieger, der man allerdings schon lange nicht mehr ist, wie der ADAC vor kurzem wieder bewiesen hat ( http://www.airline-bewertungen.eu/airlinenews/airlinenews-2780.html ).

Große Konkurrenz
Bleibt noch festzustellen, dass die Konkurrenz auf dem neuen BBI wesentlich größer sein wird als auf den Flughäfen in der „Pampa“. Und das ist gut so. Ryanair wird eine vielen Airlines sein und keinen Sonderstatus erhalten.

Latrinenparolen
Dies ärgert Michael O'Leary, und deshalb lässt er von Dublin aus seine Latrinenparolen verbreiten, auf die sich die Medien gierig stürzen, obwohl es, wie gesagt, nur Latrinenparolen eines Mannes sind, dem endlich einmal die Grenzen aufgezeigt wurden. 

zuletzt geändert: 16.11.2010 um 10:56


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