Rund 30.000 Besucher bei der Langen Nacht der Museen

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01.09.2010 >> Berlin News und Veranstaltungen >> Veranstaltungen

Kalt war es am vergangenen Samstag in Berlin nur im Freien, in den fast 100 Museen, die ihre Türen eine Nacht lang den Besuchern öffneten, dagegen war es eng und warm. Besuchermagnete waren der Berliner Dom (170.00 Besucher), das Pergamonmuseum (13.000), das Deutsche Historische Museum (10.000 Besucher), das Bode-Museum (7400) und das Alte Museum (5700).

 Hatte es fast den ganzen Tag geregnet, zeigte sich der Himmel über Berlin bei der Eröffnung durch Kulturstaatssekretär André Schmitz auf den Stufen des Alten Museums im Abendsonnenschein von seiner allerbesten Seite.

Thematischer Schwerpunkt war das 200-jährige Jubiläum der Unabhängigkeit von Spanien von zehn lateinamerikanischen Staaten. 

Viele Museen, beispielsweise das „Museum für Kommunikation“ (3500 Besucher), bezogen sich mit ihren Programmen auf dieses Thema. Zentrum vielfältiger Aktivitäten war eine Ausstellung im „Roten Rathaus“ (7000 Besucher) wo Leihgaben der Botschaften der beteiligten Länder zu sehen waren. 

Weitere Höhepunkte
 Auch im Nikolaiviertel waren alle Häuser sehr gut besucht, gleichzeitig wurde die „Historiale“ mit vielen Handwerksständen und kostümierten Flaneuren aus den 20er-Jahren den Besuchern als „Schmankerl“ präsentiert.
 2400 Besucher tauchten in fremde Welten ein: Von Vodou aus Haiti, über Mythen der Maya bis hin zu Kalligraphie- und Meditationsworkshops stieß das vielfältige Programm auf großes Interesse.
 Die Einbindung der 10. Langen Nacht der Synagogen war ein voller Erfolg. Fünf Berliner Synagogen, von liberal bis orthodox, stellten knapp 3000 Besuchern jüdisches Leben und jüdische Gebetsriten vor.

 Zentrum Lustgarten
 Der „Poetry Rain“ und das mitternächtliche Feuerspektakel „Corrfefoc“ der Teufel aus Argentona lockten Tausende Besucher in den Lustgarten. Um 20 Uhr schwebten 100.000 Lesezeichen mit Gedichten von 80 Autoren aus Chile und Deutschland vor einem malerischen Abendhimmel nieder und wurden von der erwartungsvollen Menge restlos aufgefangen.
 Um Mitternacht gaben Trommler den Rhythmus vor, zu dem 50 Feuerteufel funkensprühend ausgelassen tanzten, begleitet von lautstarken Böllern. 

Fleißige Helfer
 Rund 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren in den Museen im Einsatz, um die Lange Nacht vorzubereiten und zu begleiten. Etwa 100 fleißige Helfer der Kulturprojekte Berlin sorgten als Bus-Begleiter, Besucherbetreuer und am zentralen Info-Stand für einen „reibungslosen“ Ablauf dieser Langen Nacht – so schreiben die Veranstalter. 

Zwei Kritikpunkte
 Doch man kann auch einige kritische Punkte anführen. So müssen sich die Veranstalter fragen lassen, ob es nicht möglich ist, mehr Busse einzusetzen, denn diese waren zum Teil so überfüllt, dass es nicht mehr zumutbar war. Und dann sollte man sich auch nicht damit abfinden, dass oft stundenlange Wartezeiten Voraussetzung sind, um in bestimmte Museen zu kommen. Das heißt, man sollte die Logistik dieser wunderbaren Veranstaltung noch einmal auf den Prüfstand stellen.
 

zuletzt geändert: 01.09.2010 um 23:40


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