Naturkundemuseum - der neue Ostflügel

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13.06.2010 >> Berlin News und Veranstaltungen >> News

Naturkundemuseum - Neuer Ostflügel: Fischsammlung in 80 Tonnen Ethanolalkohol auf 12,6 Kilometern
Während des Zweiten Weltkriegs wurde durch einen schweren Bombentreffer der Ostflügel des Naturkundemuseums fast völlig zerstört. Nach ca. zweijähriger Bauzeit wurde er nach Plänen des Architekturbüros Diener&Diener (Basel/Berlin) wieder errichtet, und ab morgen, 14. Juni 2010, ziehen 276.000 Gläser mit einer Million Fischen, Säugetieren, Würmern, Krebsen, Weichtieren, Insekten, Spinnen und Reptilien in ihr neues Domizil um. Die feierliche Wiedereröffnung erfolgt am 13. September 2010, zum 200-jährigen Jubiläum des Museums für Naturkunde Berlin.

Die Sammlungen
Bei den Sammlungen handelt es sich um 276.000 Gläser in denen sich etwa 80 Tonnen 70-Prozent-Ethanol befinden, die auf über 12,6 Kilometern Regalböden in drei großen Sammlungssälen sowie in einem Großpräparateraum sortiert werden.

Seit 1770 bis zum heutigen Tage wurden Spinnen, Würmer, Krebse, Schnecken, Fische, Echsen, Frösche und andere Tiergruppen gesammelt. Die Präparate sind zum Teil über 200 Jahre alt. Herausragend die älteste Fischsammlung der Welt aus dem Jahre 1780.

Höchste Sicherheitsvorkehrungen
Das Ethanol in den Gläsern ist extrem leicht entzündlich, und aufgrund der gigantischen Menge an Ethanol ist das Naturkundemuseum das größte kulturelle Gefahrenstofflager Berlins. Die Sicherheitsmaßnahmen werden im neuen Ostflügel von höchstem Standard sein: Klimatisierung und Kühlung sollen für allerbeste Brandsicherheit sorgen, und für den absoluten Notfall hat man eine Gaslöschanlage eingebaut. Museumsdirektor Leinfelder sagte in einem Interview: „Angesichts der hohen Sicherheitsstandards werde ich zukünftig wieder ruhiger schlafen können.

Das Besondere im Ostflügel
Der Museumsbesucher wird ab 13. September 2010 im Ostflügel keine Ausstellung, sondern eine originale, wissenschaftlich stetig bearbeitete Sammlung kennenlernen - das ist das Besondere im Museum für Naturkunde Berlin.

 


Schlange Dendroaspis jamesoni (Jamesons Mamba) aus der Familie Elapidae
(Giftnattern), gesammelt von H.G.F. von Ramsay zwischen 1906 und 1907 in Süd-Kamerun,
Foto: Museum für Naturkunde

 

zuletzt geändert: 13.06.2010 um 17:06


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