Martin-Gropius-Bau Berlin: Islamische Kunst

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19.03.2010 >> Berlin News und Veranstaltungen >> Veranstaltungen

„Schätze des Aga Khan Museum. Meisterwerke der islamischen Kunst“ noch bis 6. Juni 2010 im Martin-Gropius-Bau Berlin
Erstmals wird in Deutschland die Sammlung des Aga Khan ausgestellt. Mehr als 200 Meisterwerke dokumentieren mehr als 1000 Jahre Kulturgeschichte. Die im Martin-Gropius-Bau in Berlin ausgestellten Werke stammen aus der Sammlung des „Aga Khan Trust for Culture“.

Karim Aga Khan IV ist das geistige Oberhaupt der Ismailiten. Er gilt zugleich als direkter Nachkomme des Propheten Mohammed. Seine Sammlung gilt als eine der größten und wertvollsten Sammlungen islamischer Kunst und wird ab dem Jahr 2013 im neuen Aga Khan Museum in Toronto beheimatet sein.

Einmalige Exponate islamischer Kultur
Die Berliner Ausstellung zeigt einige der weltweit bedeutendsten Kunstwerke aus islamisch geprägten Ländern. Darunter Seiten aus dem persischen Heldenepos „Shahnama“, dem so genannten „Buch der Könige“, des Dichters Firdawsi. Die Miniaturen zählen zu den bemerkenswertesten. Ferner das bisher älteste, arabische und erst später übersetzte Manuskript des „Kanons der Medizin“ von Ibn Sina (Avicenna). Abu Ali Ibn Sina war Philosoph und Arzt. Sein Hauptwerk diente über 500 Jahre als medizinisches Standardwerk und Lehrbuch für Ärzte in Europa. Als herausragende Kulturgüter gelten auch ein sehr gut erhaltenes mongolisches Seidendamastkleid aus dem 13. Jahrhundert sowie eine Doppelseite des „Blauen Korans“ aus dem 9. Jahrhundert. Die blauen Pergamentbögen sind in goldenen Lettern im kufischen Duktus geschrieben und zählen zu den kostbarsten und aufwendigsten Koranmanuskripten der Welt.

Allgemein machen die ausgestellten Kunstwerke – Gemälde, Zeichnungen, Buchillustrationen, Manuskripte, Inschriften, Metallgefäße, Keramiken, Holzarbeiten – aufmerksam auf die außergewöhnliche Vielfalt und den überwältigenden Reichtum eines vom Islam geprägten Kulturraumes, der sich vom Maghreb und der Iberischen Halbinsel bis nach China erstreckt, in einer zeitlichen Dimension vom 8. bis zum 18. Jahrhundert.

„Schätze des Aga Khan Museum. Meisterwerke der islamischen Kunst“
Martin-Gropius-Bau Berlin
Niederkirchnerstraße 7, Ecke Stresemannstraße 110, 10963 Berlin
Tel. 030 / 254 86-0.
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Montag 10 bis 20 Uhr, Dienstag geschlossen, Ostern und Dienstag nach Ostern von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Ab dem 30. April täglich von 10-20 Uhr.
Lange Gropius-Bau-Nächte: 28. April bis 1. Mai 2010 von 10 bis 24 Uhr.

Die Geschichte von Haftwad und dem Wurm,
Signatur des Dust Muhammad, Iran, Täbris, ca. 1540, Tinte, Gouache und Gold auf Papier, 47 x 31,8 cm. © Aga Khan Trust for Culture, Geneva, Switzerland.
Gayumars Hof, Ausschnitt, Sultan Muhammad zugeschrieben, Iran, Täbris, ca. 1522–1525,
Tinte, Gouache und Gold auf Papier, 47 x 31,8 cm.
© Aga Khan Trust for Culture, Geneva, Switzerland.
Die Geschichte von Haftwad und dem Wurm, Signatur des Dust Muhammad, Iran, Täbris, ca. 1540,
Tinte, Gouache und Gold auf Papier, 47 x 31,8 cm. © Aga Khan Trust for Culture, Geneva, Switzerland.
 
Silbertauschiertes Messing-Astrolabium, Spanien, wahrscheinlich Toledo, 14. Jahrhundert, Gravierte Kupferlegierung mit Silbertauschierung.
© Aga Khan Trust for Culture, Geneva, Switzerland.

zuletzt geändert: 19.03.2010 um 11:12


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