Mahnwache gegen Atompolitik vor dem Kanzleramt mit Zickenkrieg

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15.03.2011 >> Berlin News und Veranstaltungen >> News

Während vor dem Reichstag gähnende Leere herrscht - und das Volk, das hier laut Werbung im Hauptbahnhof regieren soll, erst durch schikanöse Kontrollen gejagt wird, obwohl es keinen Terroralarm mehr gibt -, versammeln sich täglich vor dem Kanzleramt mehrere Hundert Menschen, um gegen die Regierung und ihre Atompolitik zu demonstrieren.

Merkel, Mappus und die Landtagswahlen
Gestern, am 14. März, kam nun die Prominenz der Opposition dazu, die wie die Demonstranten das sofortige Abschalten der acht alten deutschen Atomkraftwerke forderten. Das soll heute tatsächlich auch geschehen, der öffentliche Druck und die bevorstehenden Landtagswahlen haben im Kanzleramt die Alarmglocken läuten lassen. Selbst der Oberlobbyist der Atomindustrie Mappus, noch Ministerpräsident in Baden-Württemberg, hat eine Kehrtwende um 180 Grad hingelegt und lässt aus Angst vor Machtverlust das Atomkraftwerk Neckarwestheim abschalten.

Zickenkrieg ohne Worte
Zwar haben die Oppositionsparteien allesamt dieselben Argumente, aber damit scheinen die Gemeinsamkeiten schon beendet. Zwar küsste und herzte Grünen-Vorsitzende Claudia Roth den SPD-Chef Gabriel wie wild, aber während der Kundgebung suchte man doch lieber den Abstand. Deutlich wurde dies vor allem, als Claudia Roth plötzlich neben der Linken-Vorsitzenden Gesine Lötsch stand (siehe Bilder). Es hatte etwas von wortlosem Zickenkrieg.

zuletzt geändert: 15.03.2011 um 19:07


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