Klaus Wowereit macht Hoffnung: Kommt doch noch das freie Wlan für Berlin?

News
16.07.2010 >> Berlin News und Veranstaltungen >> News

„Totgesagte leben länger“! Diese Floskel gilt auch für das seit Jahren heftig diskutierte Projekt, ganz Berlin mit einem freien und kostenlosen Internetzugang zu überziehen. Erst vor einigen Monaten war dieses Thema eigentlich vom Tisch, als Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer verkündete, dass die kleinen Antennenkästen, die an Laternen- und Ampelmasten angebracht werden sollten, das Stadtbild verschandeln würden. Vom Senat gab es gegen diese Meinung keinen Widerspruch.

Dass man auch als Regierender Bürgermeister noch lernfähig ist, bewies nun Klaus Wowereit, als er dem Motorola-Werk in Berlin-Reinickendorf einen Besuch abstattete.

Dort präsentierte man ihm eine echte Erfolgsgeschichte aus Aachen, wo Motorola für einen Netzbetreiber innerhalb von nur acht Monaten ein kostenloses, flächendeckendes Wlan-Netz aufbaute.

Daraufhin wurde das Projekt zum Jahresbeginn für gescheitert erklärt. „Wenn es jetzt ein konkretes Beispiel dafür gibt, wie es in der Praxis funktioniert, sei dies ein guter Anlass, die Umsetzung für Berlin nochmals zu prüfen“, sagte Klaus Wowereit der Berliner Tageszeitung „Tagesspiegel“. Doch Wowereit hat sein schärfsten Gegner in seiner eigenen Verwaltung, denn genau die obenerwähnte Senatsverwaltung für Stadtentwicklung trat Wowereits Überlegungen sofort entgegen und argumentierte mit alten, nicht nachvollziehbaren Statements.

Bleibt zu hoffen, dass sich der Regierende gegenüber seiner sowieso sehr eigenwilligen Senatorin Junge-Reyer durchsetzt. Ein erster Schritt ist getan.
 

zuletzt geändert: 16.07.2010 um 11:51


zurück zur Übersicht