Institut für Meteorologie der FU Berlin

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18.12.2009 >> Berlin News und Veranstaltungen >> Allgemein

Institut für Meteorologie der FU Berlin: Geschenkidee - Patenschaften von Hochs und Tiefs
Nicht nur als Last-Minute-Geschenk für Weihnachten, sondern für viele andere Anlässe eignet sich ein außergewöhnliches Geschenk, das das Institut für Meteorologie der FU Berlin anbietet: Patenschaften von Hochs und Tiefs.

Kurz zur Geschichte
Bereits im Jahre 1954 regte die damalige Studentin und spätere ZDF-Fernsehmeteorologin Dr. Karla Wege an, auch den Druckgebilden in Mitteleuropa Vornamen zu geben. Zur besseren Verfolgung der Wettersysteme in den Wetterkarten wurden seitdem in alphabetischer Reihenfolge Tiefdruckwirbel mit weiblichen und Hochdruckgebiete mit männlichen Vornamen belegt. Dazu gab es zehn Durchgänge durch das Alphabet (also 10x26=260 Namen für Hochs und 260 Namen für Tiefs), die nacheinander abgearbeitet wurden, bis man wieder mit der ersten Liste begann.

„Vivian“ und „Wiebke“ oder „Lothar“
Diese Praxis der Namensvergabe wurde kaum über die Stadtgrenzen Berlins hinaus bekannt. Im Februar 1990, als ungewöhnlich viele und starke Stürme über Deutschland hinwegtobten, wurden alle Medien in Deutschland durch die Orkantiefs „Vivian“ und „Wiebke“ oder „Lothar“ auf die Praxis der Namensgebung aufmerksam. Seitdem wurde die tägliche Verbreitung der von der FU Berlin getauften Druckgebilde und deren Verwendung in den Medien zum Standard.
In Berlin wurden schon immer alle Hoch - und Tiefdruckgebilde „getauft“

Zu diesem Zeitpunkt wurden in den USA schon lange den Tiefdruckwirbeln immer abwechselnd weibliche und männliche Vornamen zugewiesen, allerdings nur diesen und auch nur dann, wenn sie das Unwetterstadium erreichten. Dagegen wurden hier in Berlin immer alle Hoch - und Tiefdruckgebilde "getauft", die das Wetter in Mitteleuropa beeinflussen.

Die vergebenen Namen werden in den vom Institut erstellten Wetterkarten genutzt und allen Wetterdiensten und Medien (Zeitungen, Radio, Fernsehen, Internet) auf Wunsch zur Verfügung gestellt. Diese mittlerweile über 50-jährige Praxis ist vom Deutschen Wetterdienst und in der Wetterbranche akzeptiert und gewünscht. Neben dem US-Wetterdienst ist die Freie Universität Berlin weltweit die einzige Institution, die Namen für Hoch- und Tiefdruckgebiete vergibt.
Wie man Wetterpate wird, kann man auf http://www.met.fu-berlin.de/wetterpate/vorgehensweise/ nachlesen.

Preise
Die Preise für die Patenschaften von Hochs und Tiefs sind unterschiedlich, da Hochdruckgebiete eine deutlich längere Lebensdauer haben und so länger auf den Wetterkarten erscheinen. Im Jahr werden durchschnittlich 50 bis 60 Hochs und ca. 150 Tiefs getauft. Die Patenschaft im Direkterwerb kostet für ein Hoch 299 Euro ein Tief kostet 199 Euro

Noch eine Geschenkidee
Verschenken Sie doch mal eine historische Wetterkarte von einem Tag, an dem es einen besonderen Anlass gab: Geburtstage, Hochzeiten, aber auch andere persönliche Ereignisse bleiben häufig auch wettermäßig in Erinnerung, da viele Anlässe auch davon abhängen, ob es an dem Tag z.B. geregnet hat und das Hochzeitskleid dabei nass wurde, ob die Hitze zu großem Getränkekonsum führte oder ob der Bus zur Prüfung vielleicht wegen Glatteis Verspätung hatte.

Seit 31. Oktober 1952 wird das archiviert
Die Umstände, die zu der jeweiligen Wetterlage geführt haben, die objektiv registrierten Messwerte, all dies lässt sich nachlesen in der Berliner Wetterkarte des jeweiligen Tages. Seit 31.10.1952 archiviert bietet diese seit mehr als 50 Jahren die Möglichkeit, sich über das Wetter in Berlin, Deutschland und der Welt zu informieren.
Besonders aufbereitet werden die historischen Karten zu einem originellen Geschenk, das Sie für 30 Euro beim Verein Berliner Wetterkarte e.V. erwerben können.

Das Bestellformular finden Sie unter
http://wkserv.met.fu-berlin.de/Shop/mail.htm
oder schicken Sie eine E-Mail an info-bwk(at)met.fu-berlin.de 
 

zuletzt geändert: 18.12.2009 um 10:58


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