Gendarmenmarkt: 140 Bäume sollen gefällt werden

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11.08.2010 >> Berlin News und Veranstaltungen >> News

Der schönste Platz Europas ist für viele Berlin-Besucher und Stadtplaner Berlins Gendarmenmarkt. Ob Konzerthaus, Französischer und Deutscher Dom, das schönste Ensemble ist Anziehungspunkt für viele Touristen und wird mit jeder Stadtrundfahrt angefahren. Ein Teil dieses bestaunenswerten Platzes sind die vielen Kugelahorn-Bäume, die dem Platz einen besonderen Charme verleihen und selbst bei Regen Schatten und Ruhe spenden.

Die Berliner Stadtentwicklung hat nun Pläne entwickelt, etwa 140 dieser Bäume zu fällen, um die ursprünglichen Sichtachsen wieder herzustellen. Dieses Vorhaben hat einen Sturm der Entrüstung hervorgerufen. Anwohner, Einzelhändler, Gastronomen und Umweltverbände protestieren – die Ablehnung dieses Plans geht quer durch alle Parteien.

Heute, 11. August, rief der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) zu einer Protestaktion mit Liegestühlen gegen die Baumfällpläne auf. Die Sichtachsen sind von einer Seite aus tatsächlich durch die Höhe der Bäume stark eingeschränkt, aber von Platz selbst kann man den Französischen Dom in seiner ganzen Größe und Schönheit bewundern.

Nach Ansicht der Demonstranten reicht dies aus, eine weitere Sichtachse sei unnötig und der Preis von 140 gefällten Bäumen sei zu groß. Zwischenzeitlich hat die Berliner Stadtentwicklung den geplanten Kahlschlag zurückgenommen, eine neue Entscheidung wird erwartet.

„Nach der Sommerpause setzen wir uns mit allen Beteiligten zusammen und werden gemeinsam nach einer Lösung suchen, bei der ein großer Teil der Bäume stehen bleiben kann“, so Mittes Baustadtrat Ephraim Gothe gegenüber der Berliner Tageszeitung „BZ“, der vom massiven Widerstand völlig überrascht war.

Unabhängig davon sind Erneuerungsarbeiten rund um den Gendarmenmarkt dringend erforderlich, das sehen auch die Gegner ein, aber 140 Bäume zu opfern, das geht vielen zu weit. 

zuletzt geändert: 11.08.2010 um 15:24


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