Fotoausstellung des Deutschen Depeschendienstes: Ticker mit Tradition

Eintritt frei und kostenlos
14.05.2010 >> Berlin News und Veranstaltungen >> Eintritt frei und kostenlos

Seit zehn Jahren agiert der Deutsche Depeschendienst (ddp) wieder unter seinem ursprünglichen Namen. Nach der Wende, im Jahr 1992, hatte die Nachrichtenagentur den DDR-Nach¬richtendienst ADN übernommen und firmierte danach unter ddp/ADN. Seit dem Jahr 2000 nennt sich das Unternehmen wieder wie zu seiner Gründung 1971: Deutscher Depeschendienst.

Vor geladenen Redakteuren und Bildjournalisten sagte Cord Dreyer, Geschäftsführer der Nachrichtenagentur-Gruppe: „Für diese erste Fotoausstellung des ddp haben wir die Auswahl an Bildern bewusst klein gehalten. Sie stehen beispielhaft für eine Unmenge weitere Fotos und repräsentieren die Qualität unserer Bildberichterstattung und unserer Fotografen.“

Dirk von Borstel, Chefredakteur Bilderdienst, recherchierte im Archiv, sichtete tausende Fotos und wählte daraus die gezeigten Aufnahmen aus. Bei der Eröffnung sprach von Borstel von „Bildern mit Soul“: „Etwas abzubilden oder zu dokumentieren ist nicht falsch. Die Herausforderung liegt jedoch darin, mit Bildern Emotionen und auch Meinungen zu transportieren. Unser Ziel sind Bilder mit Soul, in denen Herzblut und Leidenschaft steckt.“

Zehn Jahre sind der Grund, um in einer kleinen Fotoausstellung einen Rückblick zu wagen, mit einer Auswahl von Fotografien von denen die Macher glauben, es seien die schönsten gewesen. In der Tat, es sind faszinierende Bilder, vor denen der Betrachter steht, die man vielleicht schon kennt, aber gerne noch einmal sieht, oder aber bedauert, sie noch nie gesehen zu haben.

Dies kann man jetzt nachholen, und zwar im gläsernen Eingangsbereich des neuen Domizils. Was überrascht, sind die eigentlich zu wenigen Exponate. Auch deshalb, da die ausgestellten Fotos Appetit auf mehr machen. Trotzdem sollten Berlin-Besucher einen Blick in die Ausstellung werfen, für die ein wunderbares und so zutreffendes Zitat von Friedrich Dürrenmatt gefunden wurde:

„Jeder kann knipsen. Auch ein Automat. Aber nicht jeder kann beobachten.“
Treffender kann man die Ausstellung nicht beschreiben.

Ticker mit Tradition
Eine Auswahl aus der ddp-Bildberichterstattung der vergangenen zehn Jahre
Deutscher Depeschendienst
Reinhardtstraße 52, 10117 Berlin
Dauer: noch bis 3. Juni 2010
Der Eintritt ist frei




Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht die Marine, Fotograf: Johannes Eisele, Warnemünde im August 2006


Polizeieinsatz im Rahmen des G8-Gipfels, Fotograf: Nigel Treblin, Hinter Bollhagen im Juni 2007
 



 

zuletzt geändert: 14.05.2010 um 15:40


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