Flughafen Schönefeld: Der Rosinenbomber stotterte und stürzte ab

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21.06.2010 >> Berlin News und Veranstaltungen >> News

Aus 90 Minuten wurden nur einige Sekunden, und vielleicht sogar, so einige Kommentatoren im RBB, ist Berlin knapp einer Katastrophe entgangen, denn der Rosinenbomber flog immer über die Innenstadt und einige Vororte.

Die 25 Passagiere und die dreiköpfige Crew kamen mehr oder weniger mit dem Schrecken davon. Zwar wurden die drei Crew-Mitglieder und vier Passagiere verletzt, alle konnten jedoch aus eigener Kraft das Wrack der Douglas DC-3 verlassen. Am schlimmsten traf es den Kapitän, er wurde in eine Klinik mit dem Rettungshubschrauber geflogen.

„Raus, die Maschine brennt!“
Im RBB sagte ein Bundestagsabgeordneter der auch Bord war: „Raus, raus, raus! Die Maschine brennt, rief die Crew.“ Man weiß mit ziemlicher Sicherheit, dass der linke Motor plötzlich ausfiel und Rauch zu sehen war, auch vom Boden aus sahen Zuschauer einen lange Rauchfahne, bevor die Maschine auf dem Baustellengelände des Großflughafens auf einer noch gesperrten Landebahn aufschlug, mit der rechten Tragfläche an einem Bauzaun hängenblieb und das Heck brach. Die Flughafenfeuerwehr und mehrere Feuerwehren umliegender Gemeinden eilten zur Unglücksstelle. Spezialisten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung sind auf dem Weg nach Schönefeld.

Ob er jemals wieder fliegen wird?
Das bedeutet auch, dass es für längere Zeit keine Flüge mit dem Rosinenbomber geben wird. Vielleicht ist dieses Unglück sein Ende überhaupt. Das wäre bedauerlich, denn ist er doch für die Berliner ein Symbol und Denkmal an die Zeit der Luftbrücke.


 

zuletzt geändert: 21.06.2010 um 10:02


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