Ein Jahresereignis im Bode-Museum

Berlin Tipps
15.04.2010 >> Berlin News und Veranstaltungen >> Berlin Tipps

Christoph Hagel inszeniert Haydns Oper „Orpheus und Eurydike“ mit den Berliner Symphonikern: „Es singt der Mensch und tanzt der Tod“
Orpheus und Eurydike waren das wohl schönste, doch zugleich tragischste Paar der griechischen Mythologie. Inspiriert von den Erzählungen Vergils und Ovids komponierte Joseph Haydn 1791 seine letzte Oper zu eben jenem Stoff, der noch nach Jahrtausenden Herzen anrührt. Nach der erfolgreichen Erstaufführung 2008 wird „Orpheus und Eurydike“ erneut in Berlin gezeigt. Die markante Basilika des Berliner Bode-Museums ist Schauplatz für das Drama um Liebe, Leidenschaft und Tod. Eine einmalige, sensationelle Kulisse.

Ein echter, drei Meter langer Teppichpython
Haydns Meisterwerk um Liebe und Tod wird von Christoph Hagel künstlerisch höchst reizvoll in dieser imposanten Kulisse ergreifend poetisch inszeniert: Symphonische Elemente, dramatische Szenen und virtuose Arien sorgen für Spannung und musikalischen Genuss.

Der Tod dient der Inszenierung als Ausgangspunkt und wird von dem jungen Franzosen Manu Laude leichtfüßig und gnadenlos getanzt. Als großer Widersacher des Paares legt er Eurydike eigenhändig die Schlange an den Hals, deren Biss sie tötet und von Orpheus trennt. Die Arie „L’ ultimo sospir“ – von der sterbenden Eurydike gesungen, während sich ein echter, drei Meter langer Teppichpython um ihren Körper schlingt – wird einer der Höhepunkte des Abends sein.

Der antike Mythos, die Musik Haydns und die Architektur des Bode-Museums verbinden sich zu einem Gesamtkunstwerk aus klassischer Musik, Ballett und zeitgenössischem Tanz. Die Aufführung, musikalisch begleitet von den Berliner Symphonikern, ist ein Genuss für Auge, Ohr und Herz und Grund genug Berlin einen Besuch abzustatten.

Empfehlenswert das Kombi-Ticket
Doch dem nicht genug: Als ideale Einstimmung auf den Abend mit „Orpheus und Eurydike“ werden vor der Oper Führungen durch die Ausstellung der Skulpturensammlung im Bode-Museum angeboten. Zum Thema „Liebe bis in den Tod“ begegnen die Besucher den Darstellungen berühmter Liebespaare aus Mythologie und Geschichte.

Details
Orpheus und Eurydike, Oper von Joseph Haydn
Ort: Bode-Museum, Am Kupfergraben, 10178 Berlin
Vorstellungen: 4. Mai bis 5. Juni (außer 15.+16.05.)| Dienstag, Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag jeweils 20.30 Uhr, Einlass: 20 Uhr. Die Oper wird in deutscher und italienischer Sprache gesungen.
Führungen: Oper mit Führung durch das Bode-Museum 18.45 Uhr
Preise: Oper 49 bis 62 Euro, Kombiticket Oper mit Führung: 65 bis 78 Euro
Tickets: www.ORPHEUSimBODE.de

Regisseur/ Dirigent: Christoph Hagel
Orchester: Berliner Symphoniker
Choreographie: Sabina Ferenc, Manu Laude und Jean-Hueges Assohoto
Sänger
Eurydike: Monica Garcia Albea / Carola Reichenbach, Sopran
Orpheus: Alexander Geller / Joseph Schnurr, Tenor
Genio: Darlene Ann Dobisch / Norina Kutz / Alexandra Schmidt, Sopran
Creonte: Dennis Combe-Chastel / Christian von Oldenburg, Bariton
Begleiterin Genio: Norina Kutz / Alexandra Schmidt, Sopran
Bote: Matthias Unger, Tenor

Tänzer
Tod:
Manu Laude
Nymphen/ Bacchantinnen: Olga Lopez, Caroline Sobottka, Nadine Steinert
Amor: Ronan dos Santos Clemente / N.N.
Veranstalter: TOCC CONCEPT GmbH in Zusammenarbeit mit den Besucherdiensten der Staatlichen Museen zu Berlin


Foto: Tobias Kneschke

zuletzt geändert: 15.04.2010 um 08:57


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