Die Auto-Scheibenputzer von Berlin: eine echte Plage

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03.07.2009 >> Berlin News und Veranstaltungen >> News

Man kennt es: Kaum springt die Ampel auf Rot, sind sie auch schon da und nähern sich den ersten wartenden Autos – ausgestattet mit diversen Putzgeräten, die schon beim ersten Anblick nichts Sauberes erwarten lassen: An vielen Berliner Verkehrsknotenpunkten gehören die lästigen Scheibenputzer zum Alltag.
 

Das Problem: Ob man will oder nicht, die Frontscheibe wird ungefragt gewischt – und dafür wird zumindest ein Euro erwartet. Wer sich der Zahlung verweigert wird oft nicht nur beschimpft, sondern erhält auch noch einen kostenlosen Schmutzstreifen auf die Frontscheibe dazu.

Rein rechtlich gesehen, so die Berliner Senatsverwaltung, ist dagegen nichts zu machen. Und so haben nicht nur junge Leute die Chance entdeckt, sich einige Euros zu verdienen. Das Problem sind die größtenteils rumänischen Putzer, also EU-Bürger, die streng organisiert sind und sich oft rücksichtslos den Autofahrern gegenüber verhalten.

Lange hat man in Berlin überlegt, wie man dieses Treiben in geordnete Bahnen lenken kann. Die beste Idee hatte wohl die Designerin Tanja Trültzsch, die einen Piktogramm-Aufkleber entworfen hat, der eindeutig zeigt, dass eine Scheibenreinigung unerwünscht ist. Der Erfolg mit ihrem Aufkleber ist leider nur teilweise eine Lösung.

Während die jungen Scheibenputzer den Aufkleber akzeptieren, ist dieser den Rumänen egal – sie gehen nach wie vor ziemlich aggressiv vor. Berlin-Besucher sollten sich von diesem Verhalten nicht beeindrucken lassen. Dem Auto werden keine Schäden zugefügt, auch wenn die Rumänen oft mit finsterer Mine und lautstark ihren Euro einfordern wollen.

Doch lästig ist es allemal, wenn an jeder fünften Ampel eine Putzkolonne auf die Autofahrer wartet. Wie gesagt, der Aufkleber hilft zumindest teilweise. Bestellen kann man ihn auf der Seite http://www.mach-ich-lieber-selber.de/autoaufkleber-bestellen.html. Drei Aufkleber kosten vier Euro.
 

zuletzt geändert: 03.07.2009 um 08:15


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