Das Programm der Langen Nacht der Museen

Veranstaltungen
31.12.2009 >> Berlin News und Veranstaltungen >> Veranstaltungen

Das Programm der 26. Langen Nacht der Museen am 30. Januar 2010
Viele Museen stellen den wichtigen „Forschungsbereich Restaurierung“ vor. - Das „Bode-Museum“ gewährt am Beispiel verschiedener Kunstwerke Einblick in den Restaurierungsalltag.

- Im „Deutschen Historischen Museum“ zeigt ein Dokumentarfilm, wie Restauratoren die fast perfekte Fälschung eins Porträts der polnischen Königin Marie Josepha aufdeckten. Der Museumsdirektor begutachtet hier übrigens auch Lieblingsstücke der Besucher und ordnet sie kulturgeschichtlich ein.
- In der „Gemäldegalerie“ ist zu erfahren, wie Röntgenbilder, Infrarotlicht und Neutronen bei der wissenschaftlichen Untersuchung von Gemälden eingesetzt werden.
- Zum ersten Mal öffnet auch das „Rathgen-Forschungslabor“ seine Tore, das mit modernster Technik ermittelt, wie man Kunstwerke vor Schäden schützen, sie konservieren oder restaurieren kann.

Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen
- Die Sonderausstellung „Alfred Messel – Visionär der Großstadt“ in der „Kunstbibliothek“ z. B. basiert auf gemeinsamen Forschungs-und Restaurierungsarbeiten mit der TU Berlin. Wie die Abgusssammlung Antiker Plastik der universitären Lehre und Forschung dient, thematisieren Führungen und Vorträge.
- Das „Bröhan-Museum“ beweist in seinem gerade entstehenden Glas-Bestandkatalog: „Glas ist eine Wissenschaft für sich“.
- Ein Vortrag im „Anne Frank Zentrum“ informiert über den wissenschaftlichen Streit, wie authentisch das berühmte Tagebuch eigentlich ist.

Forschungsexpeditionen
- 2010 feiert das „Museum für Naturkunde“ sein 200jähriges Bestehen. Wissenschaftler präsentieren die Forschungssammlungen und Hightech-Labore des Museums. In einer „Sonderausstellung zur Tiefsee“ können Besucher in diesen noch weitgehend unerforschten Lebensraum eintauchen.

Museen vermitteln wissenschaftlicher Erkenntnisse
- Mitarbeiter des „Planetariums am Insulaner“ erklären „Schwarze Löcher und Planeten außerhalb unseres Sonnensystems“.
- Das „MachMit! Museum“ für Kinder macht erlebbar, was die Wissenschaft zum Thema „Schlafen und Träumen“ herausgefunden hat.
- Ein Dokumentarfilm im „Museum für Film und Fernsehen“ über einen unvollendeten Film mit der jungen Romy Schneider zeigt die mühsame Spurensuche eines Filmhistorikers nach verschollenem Filmmaterial.
- Im „Kupferstichkabinett“ stellen beteiligte Wissenschaftler das ehrgeizige Forschungsvorhaben vor, in einem Online-Katalog sämtliche 4500 Zeichnungen Karl Friedrich Schinkels zugänglich zu machen.
- Eine abendliche Exkursion der „Naturwissenschaftlichen Sammlung in Charlottenburg“ führt in das Revier der Waldkäuze, deren Balzzeit in vollem Gange ist.

Vermittlungsformen
- Auch die Vermittlungsformen selbst entwickeln sich. Tüftler und Bastler entwerfen für das „Jüdische Museum“ regelmäßig multimediale Anwendungen. In einem offenen Laborgespräch lassen sie sich auf die Finger schauen.
- Das „Museum für Fotografie“ stellt wissenschaftliche Aspekte bei der Ausstellungsgestaltung anhand des Fotobuchprojektes „Sumo“ von Helmut Newton vor.
- „Der kalte Krieg im Kinderzimmer“ im „DDR Museum“ ist als multimediale Reise in die Vergangenheit inszeniert.
- Die Mitmach-Aktion „Youtopic“ für das „Deutsche Guggenheim“ – ein gemeinsames Projekt von Studenten und Professoren der Freien Universität Bozen zu Utopie und Design – funktioniert nur dank der Kreativität der Besucher.
- Eine Schülerfirma präsentiert im „Museum für Naturkunde“ erstmals eine einzigartige Mineraliensammlung – das „Turmalinzimmer“ mit 1000 tropisch-vielfarbigen madagassischen Turmalinscheiben.

Auf den Spuren Alexander von Humboldt
- Das „Märkische Museum“ zeigt die „Alexander von Humboldt Sammlung Hein“ mit originalen Druckwerken, Bildnissen und Briefen.
- Reisestudien aus Mittel- und Südamerika sind in der Sonderausstellung „Kunst um Humboldt“ im „Kupferstichkabinett“ versammelt.
- Im „Zoo Aquarium Berlin“ ist die farbenprächtige Meereswelt seiner Amerika- und Asienreisen zu entdecken.
Sonderprogramme

Wie jedes Jahr gibt es auch abseits des Themas ein vielfältiges Programm.
- Stummfilme mit Stan Laurel und Oliver Hardy im „Musikinstrumenten-Museum Berlin“.
- Ein Film über den Potsdamer Platz zwischen 1990 und 2000 mit 80.000 Bildaufnahmen im Zeitraffer in der „Berlinische“ Galerie“.
- Die szenische Lesung einer Stasiakte im „Informations- und Dokumentationszentrum für die Stasi-Unterlagen“.
- Die traditionelle Ding-Sprechstunde, die den Wert mitgebrachter Dinge bestimmt im Werkbundarchiv – Museum der Dinge“, eine gemeinsame „Fanzine“-Produktion mit Besuchern in der historischen Druckerei des Kreuzberg Museums u.v.m.

Zum ersten Mal dabei
- Nach jahrelanger Sanierung und Restaurierung ist das jüngst eröffnete „Schloss Schönhausen“ in Pankow und seine 350-jährige Geschichte zu erleben, darunter das Amtszimmer des ersten DDR-Präsidenten Wilhelm Pieck.
- An der berühmten „East Side Gallery“, zu deren Sanierung 2009 über 100 Künstler aus aller Welt erneut nach Berlin kamen, kann man einigen Künstlern begegnen und selbst zum Maler werden. 

zuletzt geändert: 31.12.2009 um 17:20


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