Bode-Museum: Einzigartige Kulisse für Haydns Oper "Orpheus und Eurydike"

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08.05.2010 >> Berlin News und Veranstaltungen >> Veranstaltungen

Man fühlt sich in eine eine florentinische Renaissance-Kirche versetzt, wenn man die Basilika des Berliner Bode-Museums betritt. Grandioses Ambiente für einen Kreativling wie Christoph Hagel einer ist. Er sucht und findet die perfekte Symbiose von Architektur und Musik aus Klassik und Moderne. Die Verbindung von antikem Mythos, die Musik Haydns und die Architektur des Bode-Museums schaffen ein Ambiente, das seinesgleichen sucht und schon deswegen alleine einen Besuch der Vorstellungen von „Orpheus und Eurydike“ wert ist.

Kurz zum Inhalt
Haydn zeigt das Ende einer großen Liebe, brutal und dramatisch. Der Tod dient der Inszenierung als Ausgangspunkt und wird erstklassig und gnadenlos getanzt. Als großer Widersacher von Orpheus und Eurydike ist der Tod ständig präsent, er legt Eurydike eigenhändig die Schlange (ein lebendiges Objekt) an den Hals, deren Biss sie tötet und von Orpheus trennt. Der Gesang der dahinsterbenden Eurydike, die Sterbearie „L’ultimo sospir“ ist mit Sicherheit ein Höhepunkt des Abends.

Christoph Hagel
Die Umsetzung dieser Oper lag und liegt in den Händen von Christoph Hagel. Eine ganz besondere Spezie eines Dirigenten, der sich nicht scheut, während der Aufführung dirigierend die Bühne putzen, der hüpft, springt und zappelt, dabei so schwitzt, dass er jede Möglichkeit nutzen muss, um sich passend zu seinem schwarzen Outfit mit einem schwarzen Handtuch abzutrocknen.
Sitzt man während der Vorführung in der Nähe der überragenden Berliner Symphoniker, stiehlt Hagel seinen Sängern, Tänzern und dem Orchester schon ein wenig die Show. Hagel inszeniert sich selbst!

Tolles Ensemble
Die Sängerinnen und Sänger überzeugen, die Tänzer begeistern. Einen Wermutstropfen gibt es doch: Mit dem außergewöhnlich schönen Ambiente kann die Akustik nicht immer mithalten. Besonders die erklärende Stimme im Hintergrund ist kaum zu verstehen. Dies tut der tollen Aufführung insgesamt gesehen keinen Abbruch. Sehr empfehlenswert!

Wiederaufführung nach großem Erfolg
Diese Opernaufführung ist keineswegs eine Premiere, bereits im Winter 2008/2009 kamen rund 10.000 Besucher ins Bode-Museum. Die damaligen 35 Vorstellungen waren allesamt ausverkauft, und auch jetzt muss man sich schnell um die doch etwas teuren Karten bemühen.

„Orpheus und Eurydike“ im Bode-Museum
Auf der Museumsinsel in Berlin-Mitte
Preise:
Freitag und Samstag: 62 Euro / ermäßigt 56 Euro
Oper mit Museumsführung: 78 Euro / ermäßigt 72 Euro
Sonntag, Dienstag und Mittwoch: Oper: 56 Euro / ermäßigt 49 Euro
Oper mit Museumsführung: 72 Euro / ermäßigt 63 Euro
Freie Platzwahl auf allen Plätzen.


„Orpheus und Eurydike“


     

   

zuletzt geändert: 08.05.2010 um 12:39


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