Berlin: Neues Museum direkt am Checkpoint Charlie geplant

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05.01.2011 >> Berlin News und Veranstaltungen >> News

Schon lange wird darüber nachgedacht, wie man die wohl bekannteste Erinnerungsstätte Berlins, den ehemaligen Grenzübergang „Checkpoint Charlie“, aufwerten kann. Tatsache ist, dass das, was sich hier heute abspielt, nicht akzeptabel ist. „Checkpoint Charlie“ ist zu einem Ramschladen geworden. Als Grenzer verkleidete „Fotomodelle“, Billigware als sogenannte Souvenirs, ein Burger-Schnellimbiss als Attraktion, denn das Museum ist nichts weiter als Geldmacherei mit enttäuschenden Exponaten, und die nachgebaute Hütte als ehemaliges Kontrollhäuschen ist nicht einmal ein Foto wert. Nichts, aber auch gar nichts erinnert an die gewaltigen Sperrmaßnahmen, die Berlin teilten. Lediglich einige Schaubilder an Bretterwänden informieren die Besucher zumindest oberflächlich. 

Der Senat hat reagiert
 Endlich hat der Berlin Senat erkannt, dass diese Zustände unwürdig sind. Jetzt plant man den Bau eines Museums, das unter Überschrift „Die Zeit des Kalten Krieges“ umfassend nicht nur über „Checkpoint Charlie“ informieren soll. Bis 2015 soll das Museum für Besucher fertiggestellt sein und die jährlich etwa eine Million Besucher des einstigen Grenzübergangs anlocken.

Hierfür wurde ein internationaler Beirat mit Wissenschaftlern aus Russland, Großbritannien, Frankreich und der Schweiz installiert. Partner für dieses Projekt ist das „Deutsche Historische Institut“.

zuletzt geändert: 05.01.2011 um 22:30


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