Berlin Hauptbahnhof: Der Streit um den Sonntagsverkauf geht weiter

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06.08.2010 >> Berlin News und Veranstaltungen >> News

Die Diskussion um die Sonntags-Öffnungszeiten im Berliner Hauptbahnhof geht ungebrochen weiter. Verbraucherschutzsenatorin Katrin Lompscher erweist sich bei diesem Thema um als Hardliner. Nach ihrer Meinung sollen im Berliner Hauptbahnhof auch weiterhin an Sonntagen nur Lebensmittel und Reiseartikel verkauft werden dürfen, also bleiben die Geschäfte zu.

Ein nicht nachvollziehbarer Standpunkt, am Flughafen Tegel beispielsweise dürfen alle Geschäfte öffnen, aber im Hauptbahnhof nicht. Ein Vergleich mit anderen europäischen Metropolen zeigt aber auch, dass es nirgendwo sonst solche Einschränkungen gibt.

Hirnrissige Vorschriften
Das Internetportal „welt-online“ schreibt heute über zwei Beispiele die zeigen, wie irrsinnig ein solches Verkaufsverbot ist und zitiert Carsten Spallek, Wirtschaftsstadtrat von Berlin-Mitte, der auf die vielen Unsinnigkeiten geltenden Rechts verweist: „So dürften die Händler einen Lippenstift mit Sonnenschutzmittel verkaufen, weil er als Reisebedarf gilt, einen normaler Lippenstift aber nicht. Auch ein Hertha-Trikot könnten sie anbieten, weil es von den Behörden als Souvenir eingestuft wird. Ein anderes Sport-T-Shirt dagegen nicht. Das sind Regelungen, die versteht kein Mensch!" Und es erinnert an den Schwachsinn bei der Mehrwertsteuer, dass Tiernahrung nur mit der Hälfte des Mehrwertsteuersatzes belegt wird, Babynahrung jedoch mit dem vollen Satz. Dinge, die in der Tat nicht nachvollziehbar sind.

Der Hauptbahnhof ein sonntäglicher Provinzladen
Vor allem das internationale Reise-Publikum im Berliner Hauptbahnhof wird ein solches Verkaufsverbot nicht nachvollziehen können und den Hauptbahnhof als Provinzladen bezeichnen. Hinzu kommt noch, dass viele Läden im Hauptbahnhof auf den Sonntagsverkauf angewiesen sind, um überhaupt auf den sogenannten grünen Zweig zu kommen.

zuletzt geändert: 06.08.2010 um 18:32


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