Berlin: Geteiltes Volk am "Tag der Einheit" am 3. Oktober

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05.10.2010 >> Berlin News und Veranstaltungen >> News

Die Politiker feiern sich selbst, da scheint das Volk nur zu stören. Schon beim offiziellen Festakt in Bremen war man unter sich, und auch am Abend vor dem Reichstag in Berlin ist das Volk nicht erwünscht. Die Politik schwelgt in Eigenlob und Schulterklopfen, so als hätten sie alleine die deutsche Einheit erstritten. Zwar werden die aufständischen Bürger der DDR immer wieder lobend erwähnt, aber in Wirklichkeit werden sie zu Statisten degradiert. Dabei waren es die Bürger der DDR, die die Wende herbeigeführt haben, aber von den offiziellen Feierlichkeiten werden sie ausgeschlossen. 
 
 Die Politiker wollen ihre Bürger nicht
 So ist die Feier zum „Tag der Einheit“ auf der Festmeile vor dem Brandenburger Tor eine kommerziell veranstaltete Feier, der Zugang zum „Platz der Republik“ vor dem Reichstag ist aber für die offizielle Feier hermetisch abgeriegelt. 
 
 In Bremen und in Berlin
 Die Politiker feierten um 12 Uhr in Bremen sich selbst, um dann geschlossen nach Berlin zu reisen, um sich dann um 19 Uhr nochmals selbst zu feiern. Auch bei dieser Feier dürfen dann auch die Menschen, die für ihre Freiheit gekämpft haben, nur auf großen Leinwänden zuschauen, wie sich Politiker Schuhe anziehen, die ihnen gar nicht gehören. 
 
 Ex-DDR-Bürger ärgern sich
 Darüber ärgern sich viele. Dies wurde mehr als deutlich, als man am 2. Oktober über die Straße des 17. Juni ging und sich mit ehemaligen DDR-Bürgern unterhielt. Viele fühlten sich ausgegrenzt, obwohl sie es waren, die sich trotz vieler Unwägbarkeiten in riesigen Protestzügen durch Leipzig, Berlin, Dresden und andere Orten auf die Straßen begaben. 
 
 Das sollte sich der Bundespräsident merken
 Bundespräsident Wulff zitierte bei seiner Rede in Bremen immer wieder „Wir sind das Volk“ - aber das Volk musste draußen bleiben, in Bremen und in Berlin. Das alles unterstreicht die Meinung vieler Bürger: „Die machen sowieso, was sie wollen!“ So wurde eine große Chance der Politik vertan, gemeinsam mit den Bürgern zu feiern: Es ist in den Augen vieler Menschen die „Arroganz der Macht“.

zuletzt geändert: 05.10.2010 um 12:30


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