Berlin: Demonstrationen gegen Fluglärm werden massiver

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25.01.2011 >> Berlin News und Veranstaltungen >> News

Vorweg: Die Demonstranten sind haben sich in zwei Gruppen gespalten und sind sich alles andere als einig. Dies zeigte sich gestern am Flughafen Schönefeld recht deutlich. Während bei einer Demonstration etwa 1000 Teilnehmer einen sofortigen Baustopp forderten, gingen bei der zweiten Demonstration etwa 10.000 Menschen auf die Straße, um gegen die neuen Flugrouten und für ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr zu demonstrieren.
 

Realitätsverlust und berechtigte Anliegen
Die Forderung nach einem kompletten Baustopp widerspricht natürlich allen Realitäten, die Forderung zur Rückkehr zu den alten Flugrouten dagegen ist durchaus berechtigt (wir haben darüber berichtet).
 

Die Flugsicherung ist gefordert
Was man aber nicht verschweigen sollte ist die Tatsache, dass Fluglärmkommission und betroffene Bürger in diesen Tagen gemeinsam nach einer Lösung suchen, die durchaus möglich ist. Letztendlich aber liegt die allerletzte Entscheidung bei der Deutschen Flugsicherung, deren Verhalten die Bürger zur Verzweiflung treibt und den alternativen Flugrouten noch keine Chance gibt.
 

Die „Mittelschicht“ geht auf die Straße
Die Zeiten haben sich auch in Berlin geändert, es sind nicht mehr nur die sogenannten „Linken“, die auf die Straße gehen, sondern auch die sogenannte „Mittelschicht“, die nicht mehr bereit ist, alles sang- und klanglos hinzunehmen.
 

Schnelle Einigung ist die Lösung
Wann jedoch ein endgültiger Beschluss über die Flugrouten am neuen BBI gefasst wird, das ist nicht abzusehen. Die Verschleppungstaktik der Flugsicherung treibt den Anwohnern die Zornesröte ins Gesicht. Es gibt nur eine Lösung für diesen Streit: ein konstruktiveres Verhalten der Flugsicherung.

 

 

zuletzt geändert: 25.01.2011 um 11:17


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