Berlin: Das Nikolaiviertel

Stadtbesichtigung
07.12.2009 >> Berlin News und Veranstaltungen >> Stadtbesichtigung

Das Nikolaiviertel: Schlemmen und Shoppen zwischen Spreeufer und Rotem Rathaus
Ein Besucher des Nikolaiviertels sagte, dass ihn das Viertel an Freiburgs Altstadt erinnere, an ein Freiburg ohne das berühmte „Bächle“. Das „Bächle“ heißt hier Spree, besetzt mit vielen Ausflugsschiffen, und fließt am Rande des Nikolaiviertels entlang.

Was ist das Besondere?
Rund um die älteste Kirche der Stadt, St. Nikolai mit zwei hochaufragenden Türmen, entstand hier vor vielen 100 Jahren einst Berlin. Heute ist das Nikolaiviertel ein Teil Berlins, der so überraschend ist, sich so wohltuend von Hektik und ohne Autoverkehr den Besuchern präsentierend. Altberliner Milieu, enge Gassen, Kopfsteinpflaster, viele kleine Gaststuben und Läden am historischen Ort, dem alten Stadtteil Berlin-Cölln.

Am Reißbrett der DDR entstanden
Man vergisst schnell, dass es ein künstliches Viertel ist, ursprünglich mit nur wenigen historischen Gebäuden. Das Nikolaiviertel ist erst anlässlich zur 750-Jahrfeier Berlins im Jahre 1987 fertiggestellt worden. Also ein Juwel, der am Reißbrett der besten DDR-Architekten entstanden ist. Das Nikolaiviertel sollte zum Vorzeigeobjekt DDR-Berlins werden und wurde es auch.

Historische Gebäude
Zu den wichtigsten historischen Sehenswürdigkeiten gehört die Nikolaikirche aus dem 13. Jahrhundert mit ihren Zwillingstürmen. Das Ephraim-Palais, ein Glanzstück der sogenannten Berliner Palais-Architektur des 18. Jahrhunderts und der Barockbau „Knoblauchhaus“ von 1760.
Zu Zeiten aber, als noch Goethe, Humboldt oder Schinkel durch dieses Viertel wandelten, war hier ein Teil des sogenannten „Milieus“, das Heinrich Zille so überragend zu zeichnen verstand und heute im Zille-Museum zu sehen ist.

Das Zille-Museum
Das im Dezember 2002 eröffnete Zille Museum zeigt einen Querschnitt durch das künstlerische Schaffen Heinrich Zilles (1858 bis 1929). In der Ausstellung werden neben originalen Zeichnungen, Skizzen und Lithografien auch Aufnahmen des Fotografen Heinrich Zille gezeigt.

Heinrich Zille gehört zu den bekanntesten Künstlern der Stadt, seine millionenfach verbreiteten Zeichnungen und Grafiken über das Leben in den Berliner Hinterhöfen der Kaiserzeit und 1920er-Jahre bieten bis heute einen tiefen Einblick in das einstige Leben Berlins.
Propststraße. 11, 10178 Berlin, Eintritt 5 Euro, ermäßigt 4 Euro.

Shoppen und Schlemmen der anderen Art
Inmitten Berlins ist das Nikolaiviertel mit seinen Fußgängerzonen heute eine Oase der Ruhe und Beschaulichkeit. In einem Ensemble historischer und neuer Bauten kann man wunderbar spazieren, shoppen oder einfach nur gemütlich in einem Café oder Restaurant in einer „dönerfreien Zone“ sitzen. Zahlreiche Geschäfte unter wunderbaren Arkaden, mit eleganten Boutiquen, Antiquariaten, Souvenirläden und Museen, mit einem großartigen kulinarisches Angebot mit der typischen Berliner Küche, die man in dieser Dichte in Berlin nicht mehr findet.

Es folgt in Kürze in unserer Rubrik „Berliner Stadtteile - Berlin Mitte“ eine ausführliche Darstellung des Nikolaiviertels, das sowohl im Sommer als auch im Winter Bestandteil eines Berlin-Besuchs sein sollte.



zuletzt geändert: 07.12.2009 um 10:57


zurück zur Übersicht