Berlin / Bahnhöfe: Heilloses Durcheinander bei den Öffnungszeiten am Sonntag

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16.11.2010 >> Berlin News und Veranstaltungen >> News

Berlin-Besucher, die an Sonntagen einen kleinen Einkaufsbummel an einem der Berliner Bahnhöfen machen möchten, werden die Welt nicht mehr verstehen. Es herrscht ein heilloses Durcheinander: Geschäfte sind geschlossen, Geschäfte haben geöffnet, andere verkaufen nur einen Teil ihres Angebots oder ignorieren das generelle Verkaufsverbot total.

Berlin-Besucher leiden unter überkommener Rechtsvorschrift
In der Weltmetropole Berlin gilt eine Rechtsvorschrift, die Geschäften an den großen Bahnhöfen der Stadt (beispielsweise Hauptbahnhof, Ostbahnhof, Bahnhof Zoo oder  Alexanderplatz) lediglich erlaubt, Reisebedarf zu verkaufen, aber auch sogenannte Dinge für den täglichen Bedarf.

Zur Erinnerung
Nur an einigen Sonntagen im Jahr dürfen die großen Warenhäuser und Geschäfte der Stadt für wenige Stunden öffnen. Berlin ist in Sachen Ladenöffnungszeiten tiefste Provinz im weltweiten Vergleich. Dies ist vor allem den immer wieder protestierenden und klagenden Kirchen zu verdanken, denen allerdings nur 20 Prozent der Berliner angehören.

Sind Erotikartikel Reisebedarf oder Waren des täglichen Bedarfs?
Nur einige wenige Ladenbesitzer widersetzen sich dem Verbot, darunter ein Drogeriemarkt am Alexanderplatz und - wie der „Berliner Kurier“ heute schreibt - auch ein Erotikgeschäft in der Friedrichstraße. Man geht in diesem Geschäft davon aus, so der „Berliner Kurier“, das Reizwäsche, Erotikmagazine und Vibratoren als Reisebedarf oder Waren des täglichen Bedarfs gelten.

Es ist wahrlich nicht einfach für Touristen an Sonntagen einkaufen zu gehen. Es bleibt nur zu hoffen, dass doch irgendwann in den Medien darüber berichtet wird, dass Berlin 24 Stunden am Tag zum Einkaufen geöffnet hat, so wie die Gastronomie schon immer.

zuletzt geändert: 16.11.2010 um 10:34


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