92 Häuser, 7 Routen: 27. "Lange Nacht der Museen" in Berlin

Veranstaltungen
27.08.2010 >> Berlin News und Veranstaltungen >> Veranstaltungen

Das größte Kulturereignis eines jeden Jahres steht Berlin bevor: die „Lange Nacht der Museen“, am kommenden Samstag, 28. August, von 18 bis 2 Uhr.

„Bicentenario“
Zehn lateinamerikanische Länder feiern 2009 bis 2011 das „Bicentenario“- 200 Jahre Unabhängigkeit von Spanien. Eine Präsentation der zehn Länder findet im „Roten Rathaus“ statt. Das Jubiläum hat etliche Berliner Museen und Institutionen zu einem speziellen Blick auf die Region inspiriert. Ein reiches Angebot mit Führungen, Performances, Sonderausstellungen und musikalisch-literarischen Darbietungen ergänzt wie gewohnt die Dauerausstellungen in allen beteiligten Häusern.

„10. Lange Nacht der Synagogen“
Eine Premiere ist die Einbindung der „10. Langen Nacht der Synagogen“. Erstmals können während der Langen Nacht der Museen fünf Berliner Synagogen besichtigt werden.

Treffpunkt Berlin gibt Tipps für die „Lange Nacht“
Lustgarten: Um 18 Uhr eröffnet Kulturstaatssekretär André Schmitz gemeinsam mit Museumsdirektoren die Lange Nacht vor dem „Alten Museum“. Am Lustgarten können sich die Besucher über das Programm informieren und Tickets kaufen. Hier ist auch der zentrale Umsteigeplatz für die Shuttle-Busse, die auf sieben Routen die beteiligten Museen verbinden.

Sollte man nicht versäumen: Besondere Höhepunkte sind um 20 Uhr der „Poetry Rain“, wenn 120.000 Lesezeichen mit Gedichten auf den Lustgarten von einem Hubschrauber aus nieder schweben, doch der absolute „Top Act“ ist der Auftritt „Katalanischer Feuertänzer“ aus dem kleinen Dorf Argentona bei Barcelona - beides zum ersten Mal in Berlin!

Die „Teufel aus Argentona“
Die „Diables d'Argentona“ zeigen erstmals in Berlin den spektakulären Feuerlauf „Correfoc“, der den Kampf zwischen Gut und Böse schildert. Tänzer, Teufel und Dämonen versprühen einen gewaltigen Funkenregen und bringen den Platz mit Trommelwirbel in Bewegung. Die Feuershow arbeitet mit unterschiedlichster Pyrotechnik. Fortwährend werden Feuerwerkskörper gezündet, die z.B. auf Feuer-Forken stecken, ausgehändigt vom „Saquer" (Sackträger) und vom Anzünder in Brand gesetzt. Dann können das Feuerungeheuer „La Polseguera" (Die Staubwolke), Luzifer, Teufelin und Trommler ihren Tanz beginnen.

Kunstaktion der Berliner Stadtreinigungsbetriebe
Die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) starten gemeinsam mit dem Hamburger Künstler Thorsten Brinkmann eine Kunstaktion. Die BSR lädt einen Lastwagen mit Sperrmüll aus den BSR-Recyclinghöfen am Lustgarten ab. Thorsten Brinkmann baut daraus den ganzen Tag über eine Sperrmüll-Installation. Eine Infotafel zeigt, wie viel Energie bzw. Wertstoffe in dem Sperrmüllkunstobjekt stecken.
Alle hier erwähnten Aufführungen sind kostenlos.

Auf dem Fahrrad durch die Lange Nacht
Fahrräder zum Sonderpreis von 5 Euro gibt es an der Fahrradstation am S-Bahnhof Friedrichstraße, ein „Conference-Bike“ fährt die ganze Nacht „Unter den Linden“ auf und ab, sechs „Velotaxis“ der Berliner Bank fahren vom Lustgarten zum Brandenburger Tor und zurück. Beides im Ticketpreis enthalten.

Ticketpreis
Das Kombiticket kostet 15, ermäßigt 10 Euro. Für Kinder bis zwölf Jahre ist der Eintritt frei. Kombitickets und das kostenlose Programmheft gibt es in allen beteiligten Museen, den Theaterkassen, Berlin-Infostores, bei der S-Bahn Berlin und der BVG (an den Automaten keine ermäßigten Tickets). Das Kombiticket gilt für den Besuch aller Veranstaltungen, für die Benutzung der Shuttle-Bus-Routen und für die An- und Abreise mit der BVG und S-Bahn im Tarifbereich ABC (gültig von 15 bis 5 Uhr).
Komplettes Programm unter: www.lange-nacht-der-museen.de

Zur Einstimmung auf die „Lange Nacht der Museen“


Titelbild des Programmheftes: Tonfiguren aus Mexiko: Mutter mit Kind, Regengott Tlaloc, buckliger Mann Aztekische Kunst, 14./15. Jh. Sammlung Eduard Seler,
Staatliche Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum, © Foto: Sergej Horovitz


© Foto: Sergej Horovitz


Emil Nolde, Exotische Figuren, 1912, © Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde


John Bock, FischGrätenMelkStand 2010, Foto: Jan Windszus Courtesy: Klosterfelde, Berlin; Anton Kern, New York, © 2010 John Bock


Jüdisches Museum bei Nacht, © Foto: Andreas Schoelzel 

 

zuletzt geändert: 27.08.2010 um 11:25


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